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Kommunen - Hof

Hof und die Flüchtlinge: Staatsregierung sichert Hilfe zu

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Hof (dpa/lby) - In der Diskussion um den besonders starken Zuzug von Flüchtlingen nach Hof hat die Staatsregierung Hilfe zugesagt. Man wolle die Zahl der anerkannten Asylbewerber und dauerhaft bleibeberechtigten Flüchtlinge, die sich in Hof niederlassen, begrenzen, sagte Sozialministerin Emilia Müller (CSU) der Zeitung "Frankenpost" (Donnerstag). "Dazu gehört unter anderem, dass wir keine Wohnsitzzuweisung für Anerkannte nach Hof vornehmen. Wir verteilen auch Asylbewerber aus der Stadt Hof weg in andere Regionen."

Es dürfe keine Kommune überfordert werden, betonte Müller weiter. "Die Integration der anerkannten Asylbewerber und Bleibeberechtigten ist eine Aufgabe für den gesamten Freistaat."

Laut einer Statistik des Jobcenters ist der Anteil von arbeitssuchenden Flüchtlingen an der Gesamtbevölkerung bundesweit nur in Salzgitter noch höher als in Hof. Vor allem günstige freie Wohnungen dürften viele Flüchtlinge in die oberfränkische 47 000-Einwohner-Stadt locken. Oberbürgermeister Harald Fichtner (CSU) fürchtet deshalb, dass Integration nicht mehr gelingen kann: "Die Situation droht zu kippen." Wenn in einer Grundschulklasse fast ausschließlich Kinder aus Flüchtlingsfamilien unterrichtet würden, drohe sich eine Parallelgesellschaft herauszubilden.

Die Bezirksregierungen können anerkannten Asylbewerbern, die Sozialleistungen beziehen, einen Wohnsitz zuweisen. Wer keine staatliche Leistung bezieht, kann seinen Wohnsitz frei wählen.