Sie haben Ihren Adblocker auf unserer Seite aktiviert. Bitte deaktivieren Sie diesen für SZ.de! mehr zum Thema

bedeckt München 14°

Kommunen - Cottbus

Sondersitzung zu Gewalt: Bürgermeister lädt zum Dialog

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin/Cottbus (dpa/bb) - Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Flüchtlingen in Cottbus will Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) die Bürger zum Gespräch einladen. Zum Auftakt werde die Stadtverordnetenversammlung am kommenden Samstag (10 Uhr) zu einer Sondersitzung zusammenkommen, teilte die Pressestelle der Stadt am Dienstag mit. "Wir wollen die Diskussion von der Straße in den politischen Raum holen, zuerst zu den gewählten Vertretern, sagte der Vorsitzende des Stadtparlaments, Reinhard Drogla.

Im Anschluss an die Sitzung ist ein Gespräch der Stadtverordneten und Kelch mit Bürgern im Stadthaus geplant, das auch im Internet übertragen werden soll. Weitere Veranstaltungen sollen im Mai und im Juni in mehreren Stadtteilen folgen. "Wir wollen in die Stadtteile gehen, aus denen der Ruf nach einem offenen Austausch über Probleme und Herausforderungen nicht nur durch den Zuzug von Flüchtlingen am lautesten war", sagte Kelch.

Zuletzt hatte sich die Lage nach geballten Vorfällen von Gewalt im Januar wieder etwas entspannt. Bis auf Weiteres kommen auf Anweisung des Landes keine weiteren Flüchtlinge aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt nach Cottbus. Die Stadt hatte in der Vergangenheit mehr Asylbewerber aufgenommen als viele andere Kommunen in Brandenburg.