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Steinmeier: Medwedews Äußerung wird missverstanden

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Der russische Ministerpräsident Medwedew und der deutsche Außenminister Steinmeier in München. Foto: Dmitry Astakhov/Sputnik/Governme

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München (dpa) - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hält die Auseinandersetzungen des Westens mit Russland nicht für einen neuen Kalten Krieg. Manche Medien hätten die Aussage des russischen Ministerpräsident Dmitri Medwedew über einen "neuen kalten Krieg" missverstanden.

"Ich habe ihn so verstanden: Wir müssen eine Situation vermeiden, die in einen Kalten Krieg führt", sagte Steinmeier am Samstag bei der Sicherheitskonferenz in München. Der russische Ministerpräsident hatte jedoch zu Beginn seiner Rede gesagt: "Wir sind in die Zeiten eines neuen Kalten Krieges abgerutscht." Später warb er aber für eine Wiederannäherung zwischen Russland und dem Westen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte kurze Zeit später allerdings auch, in einigen Regionen sei die Zusammenarbeit mit dem Westen noch so wie zu Zeiten des Kalten Krieges. "Die alten Instinkte scheinen also immer noch da zu sein."

Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite kommentierte die Diskussion wie folgt: "Wahrscheinlich stehen wir sogar vor einem heißen Krieg." Mit Blick auf die militärischen Aktionen Russlands in der Ukraine und Syrien fügte sie hinzu: "Das ist alles andere als kalt - das ist jetzt schon heiß."