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G20 - Hamburg

Gabriel verteidigt Scholz gegen G20-Kritik

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Hamburg (dpa/lno) - Außenminister Sigmar Gabriel hat Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (beide SPD) gegen Kritik wegen der Ausschreitungen während des G20-Gipfels in der Hansestadt verteidigt. Statt Scholz Fehler vorzuwerfen, hätte er sich gewünscht, "dass ein paar Leute sagen, die eigentliche Sauerei ist, dass Hooligans gewaltbereit durch die Stadt ziehen, anderer Leute Eigentum zerstören und Polizisten beim Leben gefährden", sagte Gabriel am Mittwoch auf einer Veranstaltung des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" in Hamburg. Scholz hatte vor dem Gipfel im Juli den Bürgern eine Sicherheitsgarantie gegeben - ein Versprechen, dass er letztlich nicht halten konnte.

"Ich kann nicht sehen, dass in irgendeiner anderen Stadt in Deutschland es irgendwie anders abgelaufen wäre", sagte Gabriel über die Ereignisse rund um das Treffen der führenden Staats- und Regierungschefs. Scholz gehöre zu den klügsten Politikern, die Deutschland zu bieten hat. "Ich halte ihn für einen exzellenten und wirklich herausragenden Politiker", sagte Gabriel.

Mit einem Augenzwinkern räumte Gabriel auch ein, dass er das Konzert während des Gipfels in der Elbphilharmonie geschwänzt und stattdessen mit US-Außenminister Rex Tillerson ein Bier trinken gewesen war. "Ich habe ihn gefragt: Willst Du ins Konzert oder ein Bier trinken?", sagte Gabriel - und fügte hinzu: "Er hat sofort gesagt, er will ein Bier trinken." Das habe dazu geführt, dass man sich inzwischen besser kenne.