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Extremismus - Schwerin

Zahl der Salafisten im Nordosten stark gestiegen

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Schwerin (dpa/mv) - Die Zahl der Salafisten in Mecklenburg-Vorpommern ist im vergangenen Jahr um 53 Prozent auf 130 Personen gestiegen. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag hervor, die am Montag veröffentlicht wurde.

Bundesweit rechnen die Sicherheitsbehörden 10 300 Menschen zu dieser Szene des fundamentalistischen Islams. Sie wächst seit Jahren: 2011 hatte der Inlandsgeheimdienst noch 3800 Salafisten in Deutschland gezählt, Ende 2015 waren es bereits rund 8300.

In Mecklenburg-Vorpommern gingen die Sicherheitsbehörden 2014 von einer niedrigen zweistelligen Zahl Salafisten aus, 2015 von einer mittleren zweistelligen Zahl, wie es in der Antwort der Regierung heißt. Ende 2016 wurden demnach 85 Menschen dem Personenpotenzial des Salafismus in Mecklenburg-Vorpommern zugerechnet. Ende 2017 waren es dann 130 Personen.

Der AfD-Politiker Horst Förster nannte die Entwicklung bedenklich. "Wenn die Entwicklung weiter so anhält, droht uns ein Kontrollverlust mit nicht absehbaren Folgen", sagte er und forderte die konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber und die Rückführung von Flüchtlingen in befriedete Gebiete.