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Extremismus - München

Islamforscherin: psychologische Betreuung für IS-Kinder

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Frankfurter Islamforscherin Susanne Schröter hält eine psychologische Betreuung für nach Deutschland zurückkehrende Kinder von IS-Kämpfern für nötig. "Ich denke, das wäre auf jeden Fall angeraten, weil diese Kinder unabhängig davon, wie alt sie sind und wie stark sie ideologisiert sind, auch stark traumatisiert sind", sagte sie am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Kinder radikalislamischer Kämpfer in Syrien, dem Irak oder anderen Kampfgebieten hätten möglicherweise "extreme Gewalt in unmittelbarer Umgebung erlebt". Auch die Gefangennahme könne sie traumatisiert haben. Ungeachtet davon bleibe das Problem der Indoktrination dieser Kinder durch ihre Mütter bestehen, sagte Schröter, die an der Frankfurter Universität das Forschungszentrum Globaler Islam leitet und unter anderem zu Salafismus und Radikalisierung forscht.

Einem Medienbericht von Donnerstag zufolge ist erstmals ein Kind einer deutschen Anhängerin der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus irakischer Haft entlassen und in die Bundesrepublik gebracht worden. Die Mutter des 14 Monate alten Kindes sei aus Hessen zur Terrormiliz IS gereist, berichteten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung".