Sie haben Ihren Adblocker auf unserer Seite aktiviert. Bitte deaktivieren Sie diesen für SZ.de! mehr zum Thema

bedeckt München 14°

Religion - Erfurt

Hunderte Thüringer feiern "jüdischen Karneval"

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Erfurt (dpa/th) - Für die rund 700 Mitglieder der Jüdischen Landesgemeinde Thüringens hat am Donnerstag der zweite Tag des Purim-Fests begonnen. Das Fest ist auch als "jüdischer Karneval" bekannt. Die große Gemeindefeier dazu finde allerdings erst am Sonntag statt, sagte Rabbiner Benjamin Kochan der dpa. Dazu gehören Theaterstücke, bei denen Kinder die Purim-Geschichte aufführen, Tanz und Musik.

In Anlehnung an die verborgene Hilfe Gottes verkleiden sich viele Juden zu Purim. Die Kostüme sind so unterschiedlich wie zu Fasching. Die Stimmung sei ausgelassen und es fließe auch Alkohol, berichtete Kochan. Traditionell wird ein süßes Mohn-Pflaumengebäck serviert, die sogenannten Hamantasch. "Purim ist ähnlich wichtig wie das Lichterfest Chanukka", erklärte Kochan.

Das Fest erinnert an die Rettung der persischen Juden vor staatlicher Verfolgung. Der höchste Regierungsbeamte des persischen Königs Xerxes plante, alle Juden im Land zu ermorden. Bei der Vereitelung des Plans spielte die jüdische Königin Ester eine zentrale Rolle.