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Prozesse - Wuppertal

Rocker nach Massenschlägerei in Erkrath verurteilt

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Wuppertal (dpa/lnw) - Nach einer Massenschlägerei in Erkrath bei Düsseldorf ist ein 30-jähriger Rocker, der den Hells Angels zugerechnet wird, zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht in Wuppertal sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass er zwei Polizistinnen mit gezielten Faustschlägen verletzt hat. Anwohner hatten die Tat mit Handys gefilmt. Der 30-Jährige wurde wegen Körperverletzung verurteilt.

Eine der Beamtinnen war vier Wochen dienstunfähig. Die Gewalttaten zeigten eine deutliche Missachtung der Staatsgewalt, befand das Gericht. Während seiner Bewährungszeit von vier Jahren muss der 30-Jährige jeden Monat 50 Euro an die Opferhilfsorganisation Weißer Ring zahlen.

Zwei weitere Angeklagte wurden freigesprochen. In einem Fall blieb unklar, ob der Mann tatsächlich am Tatort war. Im anderen Fall war das Opfer im Gerichtssaal von seiner belastenden Aussage abgerückt. Alle Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Gegen einen 54-jährigen vierten Angeklagten war das Verfahren gegen 500 Euro Geldauflage eingestellt worden.

Rocker und Mitglieder einer libanesischen Großfamilie hatten sich eine wüste Schlägerei geliefert. Mehr als 100 Polizisten waren am 17. August 2016 im Einsatz, um die Tumulte zu beenden. Die Ortsgruppe der Hells Angels ist inzwischen verboten. Ein Verteidiger betonte, die Schlägerei habe mit dem Rockerclub Hells Angels nichts zu tun. Dass Angehörige der Hells Angels beteiligt gewesen seien, sei Zufall.