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Polizei - Stuttgart

Innenministerium prüft besseren Gehörschutz für Polizisten

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Stuttgart (dpa/lsw) - Das Innenministerium prüft die Anschaffung eines besseren Gehörschutzes für Polizisten. Wie ein Ministeriumssprecher sagte, werde derzeit untersucht, wo Bedarf dafür bestehe. Denkbare Einsatzmöglichkeiten seien etwa Demonstrationen oder Fußballspiele. "Wir müssen uns auf den zunehmenden Gebrauch von Sprengkörpern wie sogenannten Polenböllern, die extrem laut sind, einstellen."

Im Gespräch ist ein aktiver Gehörschutz, der über eine elektronische Schallregulierung verfügt. Bisher nutzen Polizisten nur einen passiven Schutz ohne Elektronik. Aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion geht hervor, dass zwischen Juni 2016 und Juli 2017 zwölf Polizisten ein Knalltrauma erlitten. Die meisten davon bei Fußballspielen. Fünf der betroffenen Beamten trugen einen passiven Gehörschutz, also etwa Ohrstöpsel.

Die Preisunterschiede sind enorm: Laut Ministerium kostet der passive Schutz bis zu zehn Euro pro Stück, der aktive Schutz zwischen einigen hundert bis mehreren tausend Euro.