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Kriminalität - Wiesbaden

Beuth: Keine Versäumnisse von Hessens Ermittlern

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Wiesbaden (dpa) - Die hessischen Ermittlungsbehörden haben im Mordfall Susanna nach Einschätzung von Innenminister Peter Beuth (CDU) und Generalstaatsanwalt Helmut Fünfsinn keine Fehler gemacht. Die Polizei sei bereits kurz nach der Vermissentenmeldung in die Ermittlungen der Mainzer Kollegen eingebunden gewesen, sagte Beuth am Donnerstag in einer Sondersitzung von Innen- und Rechtsausschuss im hessischen Landtag in Wiesbaden. Konkret sei es um die Ortung des Handys der 14-jährigen Schülerin aus Mainz sowie die Befragung von Zeugen gegangen, erklärte Landespolizeipräsident Udo Münch.

Susanna war Ende Mai in Wiesbaden vergewaltigt und umgebracht worden. Tatverdächtig ist der Iraker Ali B. Er sitzt in Frankfurt in Untersuchungshaft. Ali B., der mit seiner achtköpfigen Familie in einer Wiesbadener Flüchtlingsunterkunft lebte, hat die Tötung der 14-Jährigen bei einer Vernehmung gestanden, leugnet jedoch die Vergewaltigung. Offiziell war die Federführung bei den Ermittlungen erst von Mainz nach Wiesbaden gewechselt, nachdem es einige Tage nach dem Verschwinden Hinweise auf den Leichenfund in Hessen gab.

Der Landespolizeipräsident und Generalstaatsanwalt Fünfsinn erklärten, dass es trotz mehrerer Verdachtsfälle für Straftaten keine hinreichenden Anhaltspunkte für die Unterbringung von Ali B. in Untersuchungshaft gegeben habe. Nach Vorwürfen des schweren Raubs sei kurz vor dem Verschwinden Susannas eine Durchsuchungsaktion in der Flüchtlingsunterkunft geplant gewesen, sagte Münch. Diese sollte jedoch erst im Juni vollzogen werden. Ein Zusammenhang bei der Ansetzung der Durchsuchung und der Täterschaft von Ali B. sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar gewesen.