Sie haben Ihren Adblocker auf unserer Seite aktiviert. Bitte deaktivieren Sie diesen für SZ.de! mehr zum Thema

bedeckt München 18°

Kriminalität - Gießen

Gewaltausbrüche in Flüchtlingsunterkünften: Täter ermittelt

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Gießen/Kassel (dpa/lhe) - Gleich zwei Mal hat es am Wochenende in Hessen schwere Auseinandersetzungen in Asylbewerberunterkünften gegeben. Die Polizei berichtete am Montag von einem blutigen Streit in Gießen sowie von einer lebengefährlichen Auseinandersetzung im nordhessischen Wolfhagen.

In Gießen soll ein 35-Jähriger aus Algerien am frühen Samstagmorgen nach einem Streit versucht haben, seinen Zimmergenossen mit einem Messer zu töten. Der 31-Jährige konnte mit Schnittwunden an den Händen fliehen und Hilfe holen. Die Polizei nahm den Verdächtigen fest, der dabei erheblichen Widerstand leistete. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Ein Richter erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Gießen berichteten.

In einer Flüchtlingseinrichtung in Wolfhagen hat ein 25-Jähriger aus Äthiopien bei einem Streit am Samstagabend einen 42-jährigen Mitbewohner aus Somalia lebensgefährlich verletzt. Nach ersten Zeugenaussagen soll der 25-Jährige den 42-Jährigen zunächst durch Faustschläge im Obergeschoss der Einrichtung verletzt und anschließend die Treppe hinuntergezogen haben. Dabei zog sich das Opfer lebensbedrohliche Kopfverletzungen zu.

Am Montag hatte sich laut Polizei sein Zustand noch nicht verbessert. Der Angreifer floh zunächst vom Tatort, aber als er am Abend in die Unterkunft zurückkehrte, nahm der Sicherheitsdienst ihn fest. Laut Polizei hatte er versucht, sich das Leben zu nehmen, und sich dabei verletzt. Er wurde in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.