Sie haben Ihren Adblocker auf unserer Seite aktiviert. Bitte deaktivieren Sie diesen für SZ.de! mehr zum Thema

bedeckt München 14°

Theater - Rostock

Gelungene Uraufführung um DDR-Flucht in Rostock

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Rostock (dpa/mv) - Die Uraufführung des Schauspiels "Jenseits der blauen Grenze" um die Republikflucht von zwei DDR-Jugendlichen ist am Samstagabend im Rostocker Ateliertheater mit minutenlangem Applaus gefeiert worden. Erzählt wird die Geschichte von Hanna und Andreas, die von Kühlungsborn aus den Sprung aus der Diktatur in den Westen schaffen wollen. Ihr rund 50 Kilometer entferntes Ziel wollen sie schwimmend erreichen - in Neoprenanzügen und mit einer Nylonschnur miteinander verbunden. Dabei kämpfen sie in der Dunkelheit gegen die Kälte und Muskelkrämpfe.

Ausgangspunkt des Dramas in der Inszenierung von Angelika Zacek ist der gleichnamige Roman der Rostocker Autorin Dorit Linke, der für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015 nominiert war. Das Schauspiel, mit dem auch Jugendliche erreicht werden sollen, erzählt eindrucksvoll vom streng reglementierten Alltag in der DDR, von Fluchtgründen und von der Sehnsucht nach Freiheit. Dabei können in dem kleinen und karg ausgestatteten Ateliertheater die beiden jungen Schauspieler, Sophia Platz und Alban Mondschein, überzeugen.