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Musik - Würzburg

Africa-Festival: Jubiläums-Ausgabe holt Publikumslieblinge

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Würzburg (dpa/lby) - Seit drei Jahrzehnten kommen jedes Jahr im Frühsommer hunderte Musiker und Künstler aus Afrika an den Main. Im kommenden Jahr geht das Würzburger Africa-Festival in seine 30. Runde. Zu diesem Jubiläum sind die Veranstalter nun erstmals den Wünschen ihrer Besucher gefolgt und werden viele Publikumslieblinge auf die Bühne holen. "Unsere Planungen basieren auf dem Voting der Besucher", sagte Festivalleiter Stefan Oschmann der Deutschen Presse-Agentur in Würzburg. Die Besucher konnten seit Juni aus allen Musikgruppen der vergangenen 29 Festivaljahre ihre Favoriten wählen. Das sind immerhin 348 Bands aus 56 Ländern Afrikas und der Karibik.

"Beim 30. Africa-Festival werden weltbekannte Stars und langjährige Wegbegleiter des Festivals auftreten", sagte Oschmann. So werden Fatoumata Diawara aus Mali und Manu Dibango aus Kamerun den Auftakt bestreiten. Der 83-Jährige übernimmt zudem die Schirmherrschaft des Festivals. "Er ist der älteste noch lebende afrikanische Musiker, der die Moderne in die afrikanische Musik gebracht hat - das steht auch für das Afrika-Festival. Wir wollen nicht nur das traditionelle, sondern auch das moderne Afrika präsentieren", begründete Oschmann.

Als weitere Höhepunkte nannte er die Auftritte von Lokua Kanza, dem "Mann mit der außergewöhnlichen Stimme aus dem Kongo", und Angélique Kidjo, die nach langer Zeit wieder zum Africa-Festival kommen werde und für ihre Musik bereits drei Grammys gewonnen hat. Außerdem treten Habib Koité aus Mali und die junge Band Hot Water aus Südafrika auf. Sie ist für Oschmann eines der "aufregendsten musikalischen Projekte des neuen Südafrikas, weil schwarze und weiße Musiker zusammenspielen". Es gebe nicht so viele gemischte Bands, die tanzbare Musik mit viel Charisma auf die Bühne bringen. Den Abschluss macht Reggae-König Alpha Blondie von der Elfenbein-Küste. "Damit ist zum Schluss nochmal Party angesagt."

Die Eintrittspreise sollen trotz gestiegener Kosten zunächst nicht erhöht werden. Das Festival kostet jährlich mehr als eine Million Euro. Es gilt als eines der größten und ältesten Festivals für afrikanische Musik und Kultur. Ob die 29. Ausgabe kostendeckend abgeschlossen werden konnte, stehe noch nicht fest.