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Überstunden und unsinnige Aufgaben: Tipps gegen Azubi-Ärger

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa/tmn) - Nette Ausbilder und Kollegen, spannende Aufgaben sowie eine gute Berufsschule: Eine Ausbildung kann reibungslos verlaufen. Selbstverständlich ist das aber nicht.

Viele Azubis klagen über Ärger im Betrieb oder in der Berufsschule, wie der Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zeigt. Was sind die größten Probleme? Und was können Betroffene tun?

- Schlechter Unterricht: Viele Auszubildende fühlen sich von der Berufsschule nicht genug auf die theoretische Prüfung vorbereitet. Das ist ein Problem - denn ein Wechsel der Berufsschule ist meist nicht möglich. Betroffene sollten daher rechtzeitig Alarm schlagen, rät Manuela Conte, Bundesjugendsekretärin beim DGB. Anlaufstellen sind die Ausbildungsvertretung und der Betriebsrat oder die Gewerkschaften vor Ort, die auch bei anderen Problemen weiterhelfen.

- Überstunden: "Azubis sollen einen Beruf erlernen, Überstunden sind da nicht vorgesehen", sagt Conte. Vor allem für minderjährige Azubis gilt eine strenge Arbeitszeit-Höchstgrenze von 40 Stunden pro Woche. Kommen Überstunden trotzdem vor, muss der Ausbilder sie entweder mit Geld oder mit einem Freizeitausgleich vergüten. Und verweigert ein Azubi die Mehrarbeit, darf das keine rechtlichen Konsequenzen haben, erläutert die Expertin: "Der Arbeitgeber kann und darf Azubis nicht dafür bestrafen, dass sie Rechtsbruch nicht mitmachen."

- Unpassende Aufgaben: Das Auto vom Chef waschen oder stundenlanges Kopieren - das sind Jobs, die nicht zur Ausbildung gehören. Manche Azubis werden trotzdem regelmäßig dazu verdonnert. Bestes Mittel dagegen ist der betriebliche Rahmenplan für die Ausbildung. "Der Ausbilder ist verpflichtet, den Plan den Azubis zur Verfügung zu stellen", erklärt Conte. In dem Dokument steht genau, welche Tätigkeiten Teil der Ausbildung sind.