Drei Männer hielten eine Bulgarin wie eine Sklavin gefangen: Sie prügelten sie grün und blau und zwangen sie zur Prostitution.
Sie dachte, sie würde als Putzfrau nach München kommen. So jedenfalls hatte es ihr eine 22-jährige Landsfrau erzählt und ihr dabei versprochen, sie werde, wenn sie von Berlin zum Arbeiten nach München umziehe, "gutes Geld machen".
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Doch was dann auf die 36-jährige Bulgarin zukam, ist an Grausamkeit kaum zu überbieten: Drei Männer hielten die Frau in einer Wohnung in Oberföhring wie eine Sklavin gefangen, sie prügelten sie grün und blau und zwangen sie zur Prostitution.
Mehrere Wochen dauert das Martyrium der Frau. Am 17. März schließlich gelingt es der Münchner Polizei, die Bulgarin zu befreien. Deren Ehemann ahnt unterdessen nicht, was seine Frau 500 Kilometern entfernt durchleidet.
Er wohnt mit den beiden Kindern weiter in Berlin, ab und an ruft seine Frau bei ihm an. Doch weil ihre Peiniger neben ihr sitzen und mit weiteren Schlägen drohen, traut sie sich nicht, ihn um Hilfe zu bitten.
Wie die Polizei herausfand, hatten die drei Zuhälter die "Dienste" der Frau über das Internet angeboten, getarnt als "Escort-Service". In Wirklichkeit aber verschleppten die Bulgaren die Frau in Münchner Hotels, immer gerade dorthin, wo Männern sie haben wollten.
Von dem Geld sah die Bulgarin nichts, das hätten die Zuhälter eingestrichen, berichtet Polizeihauptkommissar Thomas Lechner. Die Männer quartierten ihr Opfer in einem Ein-Zimmer-Appartement im "Pharao"-Haus in Oberföhring ein: einer pyramidenförmigen Wohnanlage am Fritz-Meyer-Weg. Dort wohnte bereits die 22-Jährige, die die Bulgarin nach München gelockt hatte. Auch sie empfing in der Wohnung Freier.
Der eingeschüchterten 36-Jährigen, die gebrochen deutsch spricht, gelang weder die Flucht aus der Wohnung, noch konnte sie sich in dem riesigen Komplex den Nachbarn verständlich machen. Wann immer sie das Appartement verließ, war ein Bewacher bei ihr.
Nachdem die Polizei die traumatisierte Frau befreit hatte, kümmerten sich ein Arzt und eine muttersprachliche Betreuerin der Beratungsstelle Jadwiga um sie.
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(SZ vom 21.03.2009/mai/sonn)
Bundespräsident Gauck in Jerusalem
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Speiübel kann einem nach so einem Beitrag werden. Mn spricht von Gleichberechtigung der Frau und läßt Prostitution zu, also dei Basis für solche Fälle. Sicher nur einer von unzähligen. 2009 - eine Schande.