Bürgerbegehren Wolfratshauser Hallenbad-Initiative feiert ihren Erfolg

Kämpfen fürs Bad (v.r.): Fried-Thorsten Jantzen, Stephanie Hanna-Necker und Ingrid Schnaller.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Sie haben Plakate geklebt, Sticker verteilt, Herzchen umgehängt: Das kam an bei den Bürgern.

"Das ist super!", konnte Stephanie Hanna-Necker nach dem Beschluss nur sagen. Sie, Fried-Thorsten Jantzen und Ingrid Schnaller hatten in den vergangenen Wochen einen Zweitjob: Die Bürgerinitiative sammelte praktisch rund um die Uhr Unterschriften - und nun fahren sie ihren Lohn ein.

"Für so einen Erfolg braucht man einen langen Atem", gratulierte Ingrid Schnaller ihren beiden Mitstreitern, die sich bereits seit 2012 für eine Beteiligung einsetzen. Schnaller selbst war vor wenigen Wochen zur Initiative hinzugestoßen. Sie haben Plakate geklebt, Sticker verteilt, Herzchen umgehängt. Das kam an bei den Wolfratshausern. "Wir haben Unterschriftenlisten bekommen von Leuten, die wir gar nicht kennen", sagt Hanna-Necker. Zuletzt hatte sogar Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) sein Schweigegelübde zur Lokalpolitik gebrochen und das Bürgerbegehren unterstützt. Besonders zufrieden ist das Trio, weil der Stadtrat nun mit einer breiten Mehrheit zugestimmt hat.

Nur Jantzen sieht den Erfolg "nicht ganz in trockenen Tüchern", weil der Stadtrat noch dem Vertrag mit Geretsried zustimmen muss. Aus der Nachbarstadt gab es schon kurz nach dem Beschluss Glückwünsche: Stadträtin Vera Kraus war selbst in der Sitzung - und aus ihrem Handy gratulierte Freie-Wähler-Kollege Robert Lug.

Das große, gemeinsame Hallenbad in Geretsried kann kommen

Der Stadtrat stimmt nun doch mit großer Mehrheit für eine Beteiligung. 4500 Menschen hatten mit ihrer Unterschrift Druck gemacht. Nun heißt es: "Bürgerwille verstanden." Von Konstantin Kaip mehr...