Überraschend klares Ergebnis: 58,04 Prozent der Stimmberechtigten votieren für ein rigoroses Rauchverbot. Zwei Gemeinden stimmten dagegen.
Die Bürger des Landkreises BadTölz/Wolfratshausen haben sich überraschend klar für ein rigoroses Rauchverbot in Kneipen, Restaurants und Bierzelten ausgesprochen. Drei von fünf Wählern haben beim Volksentscheid dafür votiert. In Zahlen: 58,04 Prozent befürworten das Rauchverbot, 41,96 Prozent der Wähler waren dagegen. Nur die Bürger von zwei Gemeinden im Landkreis unterstützten das Volksbegehren nicht: In der Jachenau und in Gaißach ist die Mehrheit klar dagegen.
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Zahlen aus den Landkreisen und aus München: Klicken Sie auf die Lupe, um die Karte zu vergrößern. (© online.sdebayern)
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Die Wahlbeteiligung lag bei 39,90 Prozent. Auffallend hoch war sie mit 57,76 Prozent in Wolfratshausen, da parallel über die Schrankenlösung im Fall einer Verlängerung der S7 abgestimmt wurde. Doch auch in den meisten anderen Gemeinden im Landkreis stimmte fast jeder zweite Wahlberechtigte ab, in Sachsenwar es mit 50,43 Prozent die Mehrheit der Stimmberechtigten.
Nach dem Auszählen der Zahlen ist auch klar: Die Ickinger sind die vehementesten Gegner der Glimmstengel in öffentlichen Räumen. In Icking votierten 66,64 Prozent für das Totalverbot. Viele Befürworter gibt es auch in Benediktbeuern. Dort stimmten 64,44 Prozent der Bürger für das Ziel des Volksentscheids. Kochel ist ebenfalls mit mehr als 60 Prozent dabei. Doch mit Ausnahme Gaißachs und der Jachenau haben alle Gemeinden im Landkreis sich mit meist deutlich mehr als 50 Prozent für das Ziel des Volksbegehrens ausgesprochen.
Knapp wurde es noch in Schlehdorf und in Reichersbeuern. Zum Schluss zeigte sich: Auch Dietramszell ist gegen das Rauchverbot. Hier votierten knapp über 50 Prozent dagegen. Mit 43,16 Prozent war die Zahl der Abstimmenden allerding durchschnittlich.
Rund 90000 Stimmberechtigte im Landkreis Bad Tölz waren aufgefordert, mit über die Zukunft des Rauchverbots in Bayern zu entscheiden. Sowohl die Wahlbeteiligung als auch das Ergebnis des Volksentscheids hatte die Stimmkreisleitung im Landratsamt als ,,vollkommen offen'' bezeichnet. Im Wahlamt war man also vorbereitet, wenn auch keiner die Beteiligung vorher abschätzen wollte. Dann dauerte es allerdings doch länger bis sämtliche Stimmen ausgezählt waren. Einzelne Gemeinden mussten allerdings noch nachmelden. Sie hatten zunächst nicht endgültige Ergebnislisten ins Internet gestellt.
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(SZ vom 05.07.2010/bica)
Bundespräsident Gauck in Israel
weil die übrigen 60% der bayerischen Wahlberechtigten gar nicht erst wählen waren ...
Und von knapp 40% aller bayerischen Wahlberechtigten, hat sich dann eine Mehrheit von 58,04% für ein rigoroses Rauchverbot ausgesprochen ...
Während die Nichtraucher gestern sicherlich nahezu vollständig abgestimmt haben, waren 60% der Wahlberechtigten in Bayern einem Rauchverbot gegenüber gleichgültig eingestellt, darunter garantiert auch nicht wenige Raucher ...
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