Unfall Bergsteigerin stürzt am Jochberg in den Tod

Drama am Jochberg: Eine Bergsteigerin aus Germering ist nach Polizeiangaben bei einer Tour abgestürzt und ums Leben gekommen.

Eine 39-jährige Bergsteigerin aus Germering ist am Jochberg tödlich verunglückt. Die Frau hatte sich am Mittwoch vergangener Woche bereits auf den Weg gemacht und wurde am Freitag von einem Verwandten als vermisst gemeldet. Daraufhin lief eine Suchaktion an, bei der es der Besatzung eines Polizeihubschraubers gelang, den Körper der vermutlich beim Abstieg abgestürzten Frau auf der Jochberg-Nordseite zu finden.

Wanderer auf dem Jochberg (Archivbild): Eine Bergsteigerin aus Germering ist abgestürzt.

(Foto: dpa)

Beamte der alpinen Einsatzgruppe bargen die Verstorbene mit Hilfe der Bergwacht und brachten sie mit dem Hubschrauber ins Tal. Der genaue Hergang des Unfalls ist noch unbekannt.

Die Germeringerin hatte am Mittwoch um die Mittagszeit eine Freundin per SMS unterrichtet, dass sie den Gipfel des Jochbergs besteigen wolle. Es war das letzte Lebenszeichen, daraufhin verlor sich ihre Spur.

Den entscheidenden Hinweis brachte am Freitag nach der Vermisstenmeldung allerdings wieder das Handy. Die zuständige Germeringer Polizeiinspektion ließ orten, von wo die letzte SMS abgeschickt worden war. Somit ließ sich laut Gernot Walther, Bereitschaftleister der Kochler Bergwacht, die Nordseite des Jochberg als Unglücksort eingrenzen. Daraufhin wurde ein Hubschrauber losgeschickt und die Frau innerhalb kurzer Zeit gefunden.

Das Auto der 39-jährigen wurde schließlich an der sogenannten Kesselberghöhe entdeckt. Die Polizei geht davon aus, dass sie von dort über den Kesselbergsattel zum Jochberggipfel gegangen ist und auf dem Rückweg vom Weg abgekommen und verunglückt ist.

Dabei gilt der Weg, auf dem die Frau unterwegs war, als harmlos. Gernot Walther von der Bergwacht hält das Unglück es für "fast nicht nachvollziehbar". Dort seien im Jahr Hunderte Bergwanderer unterwegs. Er kann sich vorstellen, dass die 39-Jährige im Dunkeln die Orientierung verloren hat und vielleicht den Lichtern im Tal nachgegangen ist. Zudem sei es in dieser Jahreszeit nass und stellenweise der Boden auch gefroren.

In dem Bereich, wo das Unglück geschah, gebe es steile Rinnen mit brüchigem Fels. Dort sei die 39-Jährige abgerutscht. An deren Rettung waren zwei Mitglieder der Bergwacht beteiligt. Mit Hilfe eines ADAC-Rettungshubschraubers, der eine Seilwinde an Bord hat, wurden zunächst Helfer zur Verunglückten hinabgelassen und daraufhin diese auch geborgen.

Die Polizei sucht jetzt Zeugen, die der Frau vor dem Absturz begegnet sein könnten, um die Unglücksursache aufzuklären.

Die etwa 168 Zentimeter große, blonde, sportliche Frau trug eine rote Softshell-Jacke und eine blaue Jeanshose. Hinweise nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Weilheim unter der Telefonnummer 0881/6400 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.