Schäftlarn Sieben Katzen vermisst

Polizei sucht Tierhasser und bittet Ebenhausener um Mithilfe.

Von Barbara Fuhrmann ;

In Ebenhausen sind im Zeitraum vom 15. bis 21. März sieben Katzen aus nächster Nachbarschaft verschwunden "Wir nehmen es wirklich sehr ernst", versichert Egon Dietz von der Polizeiinspektion Grünwald. So viele verschwundene Katzen in einer knappen Woche, das kommt auch einem erfahrenen Polizeibeamten auffällig vor, der in 38 Dienstjahren sieben- bis achthundert Fälle von vermissten Katzen erlebt hat, aber nie einem Katzenfänger begegnet ist. Der Frühling sei zwar die typische Zeit, in der läufige Katzen gerne mal eine Zeit lang herumstromern, aber man müsse auch an die Möglichkeit eines Katzenhassers vor Ort denken. Gestohlen würden laut Egon Dietz eigentlich nur gelegentlich hochwertige Rassekatzen aus der Wohnung heraus, der professionelle Katzenfänger auf der Straße sei hingegen eine Mär.

Die Polizeiinspektion Grünwald hat nun einen Kontaktbereichsbeamten, der die Verhältnisse vor Ort und die Einwohner von Ebenhausen persönlich kennt, auf die Ermittlung angesetzt. Er befragt die Katzenbesitzer und deren Nachbarschaft nach Hinweisen auf das Verschwinden. Handelt es sich bei den vermissten Tieren um Katzen oder Kater? Was sind ihre Gewohnheiten? Gibt es Zusammenhänge? Gibt es irgendwelche Beobachtungen in der Bevölkerung? Auch Marion Büchler vom Sekretariat des Bürgermeisters der Gemeinde Schäftlarn ist besorgt und hat bei städtischen Mitarbeitern, wie dem Schulhausmeister, sowie im Bauhof nachgefragt, ob Katzen zum Beispiel im Straßengraben oder auf sonstigen städtischen Flächen gefunden worden sind. Allerdings ohne Erfolg. Die Besitzer der Katzen haben sich schon vergebens bei Tierheimen und Tierärzten erkundigt. Auf Wunsch aus der Bevölkerung werden im nächsten Gemeindebrief nach den Osterferien alle Ebenhausener aufgerufen, die Augen aufzuhalten und beispielsweise auch auf unbekannte Fahrzeuge zu achten.