Bekommt Wolfratshausen seinen eigenen "Bullen von Tölz"? Am Mittwoch startet die neue ARD-Krimireihe "Hubert und Staller", die in der Flößerstadt sowie in Münsing spielt. Die Fernsehmacher hoffen auf bessere Einschaltquoten am Vorabend - und auch in den Rathäusern sind die Erwartungen groß.
Das Revier, in dem die Wolfratshauser Polizei Streife fährt, ist kriminalistisch betrachtet nicht das ganz heiße Pflaster. Einen einzigen Mord hat es hier vor 25 Jahren gegeben, ein Exilkroate wurde damals erschossen. Ansonsten ist es in der Kleinstadt am Fuße des Bergwalds denkbar friedlich. Polizeiliches Alltagsgeschäft. Immerhin: Ein bisschen Vandalismus war zuletzt zu beklagen. Skulpturen einer Kunstausstellung wurden nachts mutwillig beschädigt.
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Als Dorfpolizisten Hubert und Staller geraten Christian Tramitz (links) und Helmfried von Lüttichau mit schöner Regelmäßigkeit an Fälle, die mindestens eine Nummer zu groß für sie sind. (© ARD/TMG, Katrin Krammer)
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Grund genug für den verunsicherten Stadtrat, einen privaten Ordnungsdienst auf Patrouille zu schicken, der prompt Schlimmes aufdeckte: Personen machten sich des öffentlichen Urinierens schuldig, andere bewarfen sich am Bahnhof mit Laub. Die Polizei nahm die Meldungen der freiberuflichen Gesetzeshüter säuerlich zur Kenntnis. Mit diesen Delinquenten wäre sie auch noch fertig geworden, ließ sie durchblicken.
Jetzt aber ist Schluss mit lustig. Denn in dem beschaulichen Gemeinwesen an der Loisach und in der Nachbargemeinde Münsing werden sich die Verbrechen häufen: Entführung, Erpressung, zerstückelte Leichen, Drogen, menschliche Abgründe, die ganze Palette des Bösen.
Das alles passiert zum Glück nur im Fernsehen. In einer Serie, mit der die ARD an diesem Mittwoch um 18:50 Uhr ins Vorabendprogramm startet und die im Norden des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen spielt: Hubert und Staller. Die gemeinsame Dachmarke mit zwei weiteren ARD-Vorabend-Krimiserien heißt Heiter bis tödlich, und dem ist zu entnehmen, dass es dann doch nicht so ganz ernst zugeht.
Die Protagonisten, Polizeiobermeister Franz Hubert (Christian Tramitz) und sein Kollege Johannes Staller (Helmfried von Lüttichau), sind aus anderem Holz geschnitzt als die Ordnungshüter im wirklichen Wolfratshausen: nicht so korrekt und freundlich-spröde, sondern immer ein bisschen am Rande der Legalität operierend und jederzeit bereit zu schrägen Ermittlungsmethoden. Da kann es schon sein, dass man schnell mal wo einbrechen muss.
Andererseits sind die Zwei geistig nicht die großen Überflieger und geraten mit den Fällen, die sie bearbeiten müssen, schnell an den Rand ihrer Möglichkeiten. Trotz der vielen Verbrecher bleibt ihnen aber immer genügend Zeit, sich den wichtigen Fragen des Polizistendaseins zu widmen. Etwa, ob man in Ausübung der Exekutive immer die Dienstmütze tragen muss, und ob man durch das ständige Bedecken des Kopfes nicht "plattert", also kahlköpfig, wird.
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Analyse des DFB-Kaders
Ich tue mir noch schwer, das Kommödiantische zu erkennen. Und schon wieder zum 1000x eine Polizeiserie. Irgendwie erschöpft sich das auch mal. Es gibt doch auch andere Berufsgruppen oder Menschen, über und mit denen man Geschichten machen kann.
Um einen Werbeeffekt zu haben, bräuchte es noch mehr schöne Landschaftsaufnahmen. Die sind sehr spärlich, geschweige denn mit Erkennungseffekt. Und wo gibt es in der Region bitte eine Dönerbude mitten auf der grünen Wiese???