Kulturpreisträger "Literarische Verdienste"

Auszeichnung geht 2017 an den Historischen Verein Wolfratshausen

Der Kulturpreis 2017 der Stadt Wolfratshausen geht an den Historischen Verein Wolfratshausen. Der Stadtrat würdigt damit dessen literarische Verdienste und sein "herausragendes künstlerisches und kulturelles Wirken in der Stadt und über die Stadtgrenzen hinaus", heißt es in einer Presseerklärung. Der Festakt findet am Donnerstag, 23. November, im Rathaus statt. Die Preisträger erhalten eine kleine Plastik des von Hans Kastler geschaffenen Wolfes und 1000 Euro Preisgeld.

Tatsächlich gehört der 270 Mitglieder zählende Verein zu den aktivsten und erfolgreichsten Initiativen im Landkreis. Seit seiner Gründung im Jahr 1997 haben die Mitstreiter um die Historikerin und Journalistin Sibylle Krafft nicht nur zehn fundierte Publikationen zur Stadtgeschichte herausgebracht (zuletzt "Ärzte, Hexen, Handaufleger - Medizingeschichte im Isar- und Loisachtal") und mit Lesungen, Revuen oder Ausstellungen das kulturelle Leben bereichert. Zudem hat sich der Verein in Sachen Denkmalschutz als streitbarer Verhandlungspartner etabliert. Sein bislang größter Erfolg ist die Rettung des einstigen jüdischen Badehauses in Waldram, das auf Betreiben des Vereins und Waldramer Bürger vor dem Abriss bewahrt wurde und künftig als Gedenk- und Begegnungsstätte mit Museum genutzt werden soll. Offiziell zuständig für diese Aufgabe ist seit fünf Jahren der Verein Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenwald, ein Ableger des Historischen Vereins.

Der Kulturpreis wird von der Stadt seit 1989 in unregelmäßigen Abständen vergeben. Zu den jüngsten Preisträgern zählten der Musiker Tom Sesto (2013), der Heimatforscher Christian Steeb (2011) und der Fotograf Hans Buder (2007).