Kommentar Und ewig grüßt . . .

Seit Jahren wird über das Bauprojekt diskutiert, doch nichts geht vorwärts

Von Alexandra Vecchiato

Die Dreifachturnhalle am Geretsrieder Schulzentrum wird als das am längsten diskutierte und geplante Bauvorhaben in die Annalen des Landkreises eingehen. Jetzt könnte man sagen: "Gut Ding will Weile haben." Aber nicht in diesem Fall. Besser wird es nicht. Höchstens immer noch teurer.

Schon unter dem früheren Landrat Manfred Nagler wurde über eine neue Turnhalle am Geretsrieder Schulzentrum gesprochen. 2007 hatte die Regierung von Oberbayern mitgeteilt, dass aufgrund der steigenden Schülerzahlen eine größere Halle genehmigungsfähig sei. Richtig nervtötend wird die Diskussion über das Projekt seit 2013. Da gibt es einen Beschluss des Kreistags vom Februar. Der scheint wohl nie aufgehoben worden zu sein. Dafür folgte ihm ein weiterer Beschluss des Planungs- und Bauausschusses im Dezember 2013 zum weiteren Vorgehen. Stets änderte sich etwas ein klein wenig am Zeitablauf. Im September 2014 beschäftigte sich der Kreisausschuss wieder mit dem Projekt; vereinbart wurde die Prüfung, ob die Schulsporthalle ohne große Hindernisse als Versammlungsstätte genutzt werden könne. Die Ergebnisse wurden nun im Oktober dieses Jahres dem Schul- und Bauausschuss vorgestellt. Richtig viel rumgekommen ist dabei nicht. Klüger ging keiner aus dieser Sitzung raus.

Mit Verlaub: Das ist Verschwendung von Lebenszeit. Die Schulleiter warten auf die neue Halle, die Vereine wollen endlich wissen, woran sie sind. Und wenn es das Thema Dreifachturnhalle wieder einmal auf die Tagesordnung von welchem Kreisgremium auch immer schafft, dann aber nur, wenn eine handfeste Entscheidung zu erwarten ist. Etwas Greifbares und nicht weitere Vorlagen aus dem Hauptamt mit verwirrend anderen Zahlen.

Obschon, vielleicht ist das ja Taktik. Quasi eine Strategie, um Kreisräte zu verwirren und einzulullen. Sie scheint aufzugehen. Noch vor der Kommunalwahl im März gab sich die CSU-Fraktion kämpferisch, wollte das Bauvorhaben schnellstmöglich vorantreiben. Der Protest aus ihren Reihen wird immer leiser. Das kommt Landrat Josef Niedermaier zugute. Der wollte den Neubau der Turnhalle ohnehin erst von 2017 an planen und umsetzen. Wenn es so weitergeht wie bislang, dann kann er sich ins Fäustchen lachen.