Geretsried Chancen durch Flüchtlinge

Stadt Geretsried und Trägerverein laden zu Integrationsforum ein

Selten war dies so brisant wie jetzt: Zum sechsten Mal laden der Trägerverein Jugendarbeit und die Stadt Geretsried zum Integrationsforum ein. Angesicht des Flüchtlingsdramas sollen "Chancen und Herausforderungen der Migration" diskutiert werden. Dazu gibt es zunächst Impulsreferate: Thomas Bigl, Sozialamtsleiter im Landratsamt, spricht über die Aufnahme von Flüchtlingen im Landkreis und zeigt die aktuelle Situation auf. Bürgermeister Michael Müller legt das Integrationskonzept der Stadt dar. Und Asylsozialberaterin Anika Dollinger (Verein Hilfe von Mensch zu Mensch) bietet zu Vorurteilen über Flüchtlinge einen "Faktencheck". Anschließend können sich die Besucher in einem "World Café" in Gruppen austauschen. Am Ende werden die Ergebnisse im Plenum präsentiert.

"Wenn wir weit genug zurückschauen", so heißt es in der Einladung, "dann sind wir alle von weit weg zugewandert." Irgendwann würden aus Zugewanderten Einheimische, sein die Fremden nicht mehr fremd. Tatsächlich verhinderten Vorurteile, Misstrauen und unzureichende Kommunikation, dass die Menschen ein Gefühl von Sicherheit bekommen. Mit der Einwanderung seien einerseits Herausforderungen verbunden, aber auch Chancen, "die sich auftun, wenn Bund, Länder und Kommunen Integrationskonzepte entwickeln, die für die Gesellschaft langfristig zufrieden stellende Lösungen darstellen",

Geretsried hat bereits an verschiedenen Orten Flüchtlinge aufgenommen: zunächst dezentral, dann in einem Container, inzwischen auch als Erstaufnahmestätte in einer Turnhalle. Und aktuell sind drei große Gemeinschaftsunterkünfte für die Böhmwiese geplant; darüber spricht der Bauausschuss des Stadtrats kommende Woche. Es gibt einen regen Helferkreis und bald eine städtische Migrationsbetreuerin .

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