Wohnen an den Isarauen Sozialgerecht statt Luxus

Stadt beginnt, neue Wohnungen auf Kraftwerks-Areal zu planen

Wohnen an den Isarauen - das klingt nach einem Werbeprospekt für Luxuswohnungen. Tatsächlich befürchten die Grünen im Stadtrat, dass auf dem Stadtwerke-Gelände an der Hans-Preißinger-Straße in Sendling teure Immobilien entstehen könnten. So, wie es bereits beim alten Heizkraftwerk an der Müllerstraße geschehen ist, wo seit einigen Jahren der Wohnturm "The Seven" Sinnbild für luxuriöses Wohnen ist. Einig ist sich der Stadtrat darin, dass nach der Zwischennutzung durch den Gasteig, der auf dem Gelände in Sendling bis voraussichtlich 2025 einen Interimsstandort während der Sanierung des Gebäudekomplexes an der Rosenheimer Straße hat, dort (auch) Wohnungen entstehen sollen.

Stadtbaurätin Elisabeth Merk teilte am Dienstag mit, dass das Areal "mittelfristig für eine Überbauung mit Wohnen und teils Gewerbe sehr gut geeignet sei". So sehen es die Stadtwerke München als Grundstückseigentümer. Allerdings war bislang unklar, wann mit einer Planung für eine Nachnutzung des Grundstücks nahe der Brudermühlbrücke begonnen werden könnte. Der Stadtrat hatte in seiner Januarsitzung deshalb die Stadtwerke damit beauftragt, in Abstimmung mit dem Planungsreferat die Weiterentwicklung des Geländes "so rechtzeitig zu beginnen, dass mit dem Ende der Interimsnutzung die allgemeine Wohnbebauung und der Werkswohnbebauung unverzüglich begonnen werden" könne. Merk weist nun darauf hin, dass dies schnellstmöglich umgesetzt werden soll. Es sollen demnach "die dann gültigen Regelungen sowie Förderquoten der Sozialgerechten Bodennutzung" angewendet werden. Damit ist noch nicht endgültig klar, wie viele Wohnungen dort in etwa sieben Jahren entstehen werden. Doch zumindest sollen viele von ihnen auch bezahlbar für die Münchner sein.