Markus Giletti, Betreiber des Schall & Rauch, über das Positive am Rauchverbot, Ärger mit den Anwohnern und das Eigentor der CSU.
sueddeutsche.de: CSU und FDP haben in ihren Koaltionsvereinbahrungen beschlossen, Rauchen in Einraumgaststätten wieder zu erlauben. Stellen Sie um?
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Markus Giletti: Ehrlich gesagt, weiß ich es noch nicht. Vielleicht bleibe ich beim Rauchverbot. Anfangs stand ich dem Rauchverbot sehr skeptisch gegenüber. Mittlerweile muss ich aber sagen, dass ich doch sehr viel Positives daran finde. Zum Beispiel ist die Luft im Lokal nun viel besser. Gerade für meine Angestellten ist das eine große Erleichterung. Andererseits haben wir seit der Einführung des Rauchverbots verstärkt Ärger mit den Nachbarn. Besonders am Wochenende fühlen sie sich vom Lärm, aber auch vom Zigarettengeruch vor dem Café belästigt. Ich musste sogar Türsteher einstellen, die für Ruhe unter den Rauchern sorgen.
sueddeutsche.de: Wie ist es Ihnen seit der Einführung des Rauchverbots finanziell ergangen?
Giletti: Anfangs hatte ich überlegt, einen Raucherclub zu gründen. Aber gerade hier in der Schellingstraße gibt es sehr viel Laufkundschaft. Die Wenigsten werden für einen einzigen Besuch in einem Café gleich einem Club beitreten wollen. Meine Entscheidung gegen einen solchen Raucherclub war im Nachhinein auch völlig richtig. Ich hatte und habe keine Umsatzeinbußen. Das Publikum hat sich etwas verändert, denn nun kommen auch mal Leute, denen es hier vorher einfach zu verraucht war und ich verkaufe nun mehr Essen und weniger Getränke.
sueddeutsche.de: Werden die anderen Wirte das Rauchen in ihren Lokalen wieder erlauben?
Giletti: Für die Wirte von kleinen Gaststätten hat sich ja die Raucherclublösung schnell großflächig durchgesetzt, um Umsatzeinbußen zu vermeiden. Ob jetzt wieder viele Wirte umstellen, kann ich im Moment nicht beurteilen. Die werden, so wie ich, erst einmal abwarten, was passiert. Die Mühlen der Bürokratie mahlen ja bekanntlich langsam. Auch, wenn ich ziemlich überrascht bin, wie schnell das alles jetzt beschlossen wurde.
sueddeutsche.de: Was bevorzugen die Gäste?
Giletti: Das Rauchverbot wird im Großen und Ganzen sehr positiv aufgenommen. Sogar die meisten Raucher sind dafür. Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass viele auch in Zukunft Nichtraucherlokale bevorzugen. Zumal sie es jetzt freiwillig tun können und sich nicht mehr total bevormundet fühlen müssen.
sueddeutsche.de: Ihr Lokal heißt "Schall & Rauch". War das Nichtrauchergesetz auch nicht mehr als Schall und Rauch?
Giletti: Für mich war und ist das alles Schildbürgertum. Eine Lachnummer. Die CSU hat sich damit selbst ins Bein geschossen und nun mit der Lockerung einen großen Teil ihrer Glaubwürdigkeit verloren. Andererseits bin schon froh, dass die gravierende Bevormundung ein Ende hat. Dass das viele geärgert hat, hat die CSU ja bei der Wahl feststellen müssen.
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(sueddeutsche.de/sonn)
Analyse des DFB-Kaders
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""es muss mir als raucher auch erlaubt sein, meine zigarette und bier in dem lokal meiner wahl zu konsumieren"
Komisch, und warum MUSS Ihnen das erlaubt sein? Wohingegen die militante Fraktion genau umgekehrt argumentiert, dass ein Nichtraucher NICHT ÜBERALL seine frische Luft und sein Bier haben darf... Wer hat da mehr Recht?
"es muss mir als raucher auch erlaubt sein, meine zigarette und bier in dem lokal meiner wahl zu konsumieren"
Einfache Frage: Warum? Ich finds auch doof, nachts an menschenleeren Kreuzungen bei Rot zu halten, ist aber nunmal so und auch aus gutem Grund. Ich finds auch doof, dass ich nach 20.00 nirgendwo mehr "richtig" einkaufen kann, warum das?
"selbstverständlich sollen und müssen die nichtraucher geschützt werden, aber dazu brauche ich kein gesetz sonder etwas mehr an toleranz gegenüber anders denkenden"
Wie soll das gehen, solange beide dieselbe Luft atmen? Und wie machen SIE das denn? Rauchen sie einfach nicht, wenn Sie jemand drum bittet? Was ist mit den militanten Rauchern, die nicht so rücksichtsvoll sind wie Sie offenbar?
"wo bleibt die lobby für diese mitbürger???"
Äh.. also zum Ersten: Aufrechen funktioniert so nicht! Oder sind Sie etwa der Ansicht, solange es noch irgendwo andere Probleme gibt, kann man auch das mit dem Rauchen erstmal aufschieben? Und wenn bei allen anderen Problemen jeder genauso denkt??
Zweitens: es GIBT diese Lobby sehr wohl, siehe Feinstaubplakette, Umweltzone und dergleichen. Und wenn Ihnen diese Leute so am Herzen liegen, warum fangen Sie nicht persönlich an, nämlich bei den Bedienungen! Rauchen Sie einfach nicht, schon ist deren Gesundheit besser. Wollen Sie nicht? Weil es Ihnen nur darum geht, hier unsinnige Vergleiche zu ziehen vielleicht?
Gute Reportage mit sture Aussprüchen vom Wirt Gilletti. Aber wenn ich es gut verstanden habe sollten Sie die Antiraucher zu den Nachbarn schicken und die Raucher wieder normal Gastfreundschaft drinnen bieten. Na ja für ein eventuelles pleite gehen brauchen Sie sich so wie so nicht zu fürchten. Sie können sofort Politiker werden, das beweist der Ausspruch "VIELLEICHT bleibe ich beim Rauchverbot"
ein guter beitrag. ja was wäre wenn.... wir sollten aber bei dieser diskuision das eine nicht vergessen, es geht hier um die gesundheit des einzelen und der masse und genau da fehlen mir ganz wichtige punkte. wo bleibt eigentlich der gesundheitsschutz für die vielen arbeitenehmer die z. b. im strassenbau, für speditionen, am dach usw. arbeiten...
wo bleibt die lobby für diese mitbürger????
die persönliche lebensführung des einzelen, auch in der öffentlichkeit, darf nicht eingeschränkt werden und es muss mir als raucher auch erlaubt sein, meine zigarette und bier in dem lokal meiner wahl zu konsumieren... selbstverständlich sollen und müssen die nichtraucher geschützt werden, aber dazu brauche ich kein gesetz sonder etwas mehr an toleranz gegenüber anders denkenden.... die beiträge hier, sprechen aber eine ganz andere sprache, angefangen im ton eines oberlehrers und schlimmer! und das von befürwortern und gegnern des nichtraucherschutzes - warum eigentlich?
"Es wäre eine kleine Möglichkeit gewesen das Rauchen zu vermindern. Und wer besiegt den Nikotin?"
Darum gehts aber dabei gar nicht... wer sich selbst in kleinen Dosen Tag für Tag vergiften will, kann das tun, solange Tabak nicht verboten ist. Es ist in der Tat nicht Aufgabe des Staates, die persönliche Lebensführung vorzuschreiben.
Es ist zwar sicher richtig, dass auch ein paar Menschen aufhören würden, wenn das Verbot bliebe, aber das ist nicht Aufgabe des Gesetzes, höchstens ein wünschenswerter aber optionaler Nebeneffekt.
Paging