Westend Tafel erinnert an KZ-Häftlinge

Enthüllung: Bürgermeisterin Christine Strobl und Rektor Friedrich Fichtner entfernen die Folie von der Tafel.

(Foto: Florian Peljak)

Die Gegenwart soll die Vergangenheit nicht vergessen machen: Zwischen Dezember 1944 und April 1945 waren in einem Klassenzimmer der Bergmannschule im Westend 18 Häftlinge aus dem KZ Dachau untergebracht, nein: eingesperrt. Tagsüber mussten die ausgebildeten Handwerker Gebäude absichern und reparieren, die nach dem Bombenangriff in München beschädigt und zerstört worden waren. Nachts wurden sie im Unterrichtsraum eingeschlossen und von einem SS-Mann bewacht. Der Kommandoführer soll die Männer auch brutal geschlagen haben. Zur Erinnerung an die 18 Häftlinge wurde am Dienstagvormittag unter anderem im Beisein von Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD), Vertretern der KZ-Gedenkstätte Dachau, des NS-Dokumentationszentrums sowie des Kultur- und des Bildungsreferats eine Gedenktafel an der Grundschule an der Bergmannstraße angebracht, die an das Schicksal der Häftlinge erinnert. Die Schulfamilie, allen voran Rektor Friedrich Fichtner, und Vertreter des Bezirksausschusses waren ebenfalls anwesend. Auf ihre Initiative wird ab sofort in dieser Form auch öffentlich an das Kapitel Münchner Geschichte erinnert. Unterstützt wurden sie von Carlos Collado-Seidel vom Förderverein der Schule.