Von Dominik Hutter

Dank der Umweltplakette kommt in diesem Jahr auf Münchens Autofahrer so einiges zu: Viele Besitzer von älteren Fahrzeugen müssen ab Oktober umrüsten - oder gleich ganz umsteigen.

Noch gelten sie nicht unbedingt als Verkaufsschlager - die grünen, gelben oder roten Aufkleber, mit denen sich die Münchner Autofahrer freie Zufahrt in Deutschlands Umweltzonen sichern können.

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"Es gibt derzeit keinen großen Ansturm auf die Plakette", berichtet Christopher Habl, der Sprecher des Kreisverwaltungsreferats. Zwar sind inzwischen in Berlin, Köln und Hannover die ersten Umweltzonen ausgewiesen worden - wer aus München dorthin will, benötigt also schon das selbstklebende Signet.

Übergangsfristen bewahren aber die Autofahrer vor der angekündigten Strafe für plakettenloses Herumfahren: immerhin 40 Euro und ein Punkt in Flensburg. Zumindest in Berlin will die Polizei allerdings von Februar an kassieren, in Köln gilt die Schonfrist bis Ende März.

Rund 60000 Plaketten haben sich die Münchner bislang in der Kfz-Zulassungsstelle abgeholt - eine Zahl, die eigentlich gar nicht so bescheiden klingt, wie sie von der Behörde dargestellt wird. Denn noch ist die Ausschilderung der Münchner Umweltzone nicht unbedingt in Sichtweite, als wahrscheinlicher Termin gilt nach wie vor der 1.Oktober.

Und der Blick gen Berlin, Köln und Hannover zeigt, dass auch dort das Öko-Wapperl gerne in letzter Minute abgeholt wurde. Dazu kommt, dass eine nicht offiziell erfasste Plakettenmenge von Werkstätten oder bei Tüv und Dekra ausgegeben wurde.

Das Kreisverwaltungsreferat schätzt, dass rund 600000 in München zugelassene problemlos eine Plakette erhalten. Der Rest muss sich auf eine der diversen Ausnahmegenehmigungen berufen - oder fällt, dies trifft schätzungsweise rund 30000 Autos, durch.

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