Ruhiger als bei anderen Unterschriftenaktionen ist es bei den Eintragungsstellen in der Stadt zugegangen. Für die Initiatoren noch kein Grund zur Besorgnis.

Schlange stehen mussten sie gestern nicht vor der Stadtinformation, die Unterstützer des Volksbegehrens G9. Denn die Eintragungsfrist ist zumindest in München eher schleppend angelaufen.

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Gerade mal 696 Münchner haben sich am ersten Tag bis 17 Uhr in die Listen eingetragen. "Im Gegensatz zu anderen Volksbegehren ist es heute deutlich ruhiger gewesen", sagte eine städtische Mitarbeiterin im Alten Rathaus. Die Räume in der Stadtinformation, der größten Eintragungsstelle Münchens, waren nach KVR-Angaben bei früheren Volksbegehren Anlaufstelle für 50 bis 70 Prozent der Münchner, die unterschrieben.

Noch reichlich Platz auf den Listen

Die Stadtinformation ist aber nur eine von zehn Stellen, an denen sich Bürger in die Listen des Volksbegehrens eintragen können. Die Listen liegen auch im Wahlamt in der Ruppertstraße und in acht Bezirksinspektionen aus. Über die genauen Adressen und Öffnungszeiten kann man sich unter www.wahlamt-muenchen.de informieren. Unter der Telefonnummer 23344111 beantwortet die Stadt Fragen zum Volksbegehren.

Es sind insgesamt 833.834 Münchner, die auf den Listen des Volksbegehrens unterschreiben können, zehn Prozent aller Wahlberechtigten in Bayern müssten das Vorhaben, zum neunjährigen Gymnasium zurückzukehren, unterstützen. Wer sich eintragen will, hat bis zum 27. Juni Zeit. Und die werden wohl noch viele nutzen, erwartet Jörg Schering: "Die Hälfte der Leute kommt erst zum Schluss."

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(SZ vom 15.06.2005)