Machen wir uns nichts vor: Wiesn-Zeit ist Rausch-Zeit. Wir haben mal nachgefragt, wie's ihm so geht, dem Rausch. Ein Gespräch über Zuschütten, das richtige Maß und über seinen Kollegen, den Kater.
Wir kennen ihn doch alle. Jaja, den Helmut Schleich auch, dieses Münchner Kabarett-Unikum mit dem Knautschgesicht, das in Sekundenschnelle von einer Figur zur nächsten wechseln kann - und das ungefähr 1001 Mal.
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Mal ist er im Fernsehen ("Spezlwirtschaft", Bayerischer Rundfunk), mal im Radio ("Heinzi & Kurti", Bayern 1), meistens auf der Bühne (aktuelles Programm: "Mutanfall") und manchmal sogar auf einem Chiemsee-Dampfer ("Gamsbart ahoi").
Und dieser Helmut Schleich ist nämlich: der Rausch. Nicht irgendein bestimmter, sondern einfach: der Rausch. Und auch den kennen wir alle. Und doch wieder nicht. Ist der Rausch erst mal in einem drin, kennt man sich ja nicht mehr aus.
Kann sich am nächsten Tag an nicht allzu viel erinnern - und schon ist der Rausch wieder weg und der Kater da. Wieder die Chance vertan, sich endlich mal persönlich mit dem Rausch bekannt zu machen.
Nun haben wir ihn aber doch mal erwischt: frühmorgens, da hat er meist noch nicht so viel zu tun. Wo? Na, wo wird er wohl sitzen, der Rausch? Im Hofbräuhaus natürlich. Aber nicht unten in der Schwemme, sondern im Bräustüberl im ersten Stock: Trinkgenuss in historischem Ambiente. Jaja, der Rausch ist schon ein Feinschmecker. Sehen Sie selbst.
(sueddeutsche.de; Redaktion: Thomas Becker, Produktion: Marcel Kammermayer)
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