Der Bundesgerichtshof hatte das Verfahren im Dezember 2008 dem Landgericht München II zugewiesen, weil Demjanjuk nach dem Krieg für einige Zeit in Feldafing im Landkreis Starnberg lebte. Die nun zuständige Schwurgerichtskammer des LG II verfügt aber nur über einen sehr kleinen Saal mit 40 Plätzen. In diesem winzigen Raum sollen 20 der insgesamt 35 Verhandlungstage stattfinden, die das Gericht vorerst bis Anfang Mai festgelegt hat. Nur für die übrigen 15 Tage, darunter die drei ersten Prozesstage, steht der größere Saal des Schwurgerichts München I zur Verfügung.
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Auch für die Prozessbeteiligten wird es eng
Doch auch dort sind die Räumlichkeiten beengt und nicht auf hunderte Zuhörer eingerichtet. Der Saal verfügt auf zwei Ebenen über insgesamt 147 Plätze, der untere Teil mit 68 Plätzen ist ausschließlich für Medienvertreter reserviert. Manche haben darum bereits angefragt, mit einem Schlafsack vor dem Sitzungssaal übernachten zu dürfen. Dies wurde mit Blick auf Sicherheitsbedenken abgelehnt.
Eng wird es auch für die direkten Prozessbeteiligten. An die 40 Nebenkläger sind bislang zugelassen worden, allesamt Angehörige von Ermordeten in Sobibor. Wie viele mit einem Anwalt erscheinen, steht noch nicht fest. Sollte jeder einzelne mit einem Rechtsbeistand auftreten, wären dies allein 80 Personen, die in dem Halbrund vor dem Richtertisch kaum unterzubringen wären.
Der Justiz sind die Platzprobleme bekannt, aus ihrer Sicht gibt es jedoch keine Alternativen. "Es gibt einfach keinen größeren Saal", bittet Richterin Margarete Nötzel, Sprecherin des Oberlandesgerichts, um Verständnis. Auch die ursprünglich einmal angedachte Verlegung des Prozesses in die JVA Stadelheim bringe nichts. "Der Saal ist auch nicht größer."
Letztlich werde es wohl dazu kommen, dass "wir nicht alle Interessierten unterbringen können", räumt Nötzel ein. An eine Übertragung des Verfahrens mittels Videotechnik in einen anderen Sitzungssaal ist zumindest derzeit noch nicht gedacht. Unklar ist auch, ob dies technisch überhaupt möglich wäre.
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- Vor Prozessbeginn Demjanjuk wehrt sich 08.10.2009
- John Demjanjuk Der letzte große NS-Prozess 06.10.2009
- NS-Verbrechen Mordanklage gegen Demjanjuk 13.07.2009
- Kriegsverbrecher-Prozess "Verantwortung bis zum Lebensende" 02.11.2009
(SZ vom 18.11.2009/sonn)
Urteil am Bundesverfassungsgericht
Die neueste Antwort
dass dieser alte Mann, der in den Wirren eines wahnsinnigen Krieges an eine Stelle gekommen ist, an der er Rädchen des von der deutschen "Elite" organisierten Massenmordes wurde, uns wahrheitsgerecht darüber berichtet, was er dort getan hat und was dort passiert ist.
Ich persönlich würde ihm für dieses Stück Wahrheit Haftverschonung nach der Verurteilung in Aussicht stellen und gewähren. Was hätte ich davon, dass ein vielleicht damals schlimmer, von einem übermächtigen Schicksal an die falsche Stelle geworfener und heute offenbar ungefährlicher Mensch die letzten Tage seines Lebens hinter Gittern verbringt?
Vermutlich wird es nicht so laufen.
Wurden die Lokführer der Züge auch angeklagt?
.. der vollständigkeit halber liebe sz sollten sie erwähnen dass demjunjak für die rote armee gekämpft hat und in deutsche kriegsgefangenschaft geriet.
Er hatte im Jahre 2009 gegen internationales Recht die Bombardierung von Zivilbevölkerung in Afghanistan angeordnet.
Das verstößt gegen die Völkerrecht.
So oder so ähnlich wird es kommen.
"Er soll im Vernichtungslager Sobibór im Südosten Polens von März bis September 1943 als von der SS ausgebildeter Wachmann mitgeholfen haben, Juden aus ankommenden Transporten in die Gaskammern zu treiben. "
War das sein Verbrechen? Deutsche Soldaten töten auf Befehl afghanische Taliban. Werden die dann auch angeklagt?
Ich bin dafür, NS Verbrechen zu verfolgen und Schuldige zu bestrafen. Es gibt aber einen Unterschied, ob man auf Befehl handelt und bei Nicht-Ausführung selbst getötet wird, oder ob man auf eigene Faust handelt. Die Bewältigung der DDR Vergangenheit hat aber schon gezeigt, dass es hier in der deutschen Justiz weder Willen och Lust gibt, Gerechtigkeit walten zu lassen. Alle Schreibtischtäter und Politiker, die verantwortlich waren sind ja praktisch straflos davon gekommen!!
Oder werden hier wiedermal nicht alle Fakten auf den Tisch gelegt?
Und eines muss ich noch zu fügen: Wenn Israel es nicht geschafft hat, das nachzuweisen, werden wir es auch nicht schaffen.
Paging