Vereiteltes Drogengeschäft Polizei fasst Kokain-Dealer vor dem Bayerischen Hof

Polizei vor dem Hotel Bayerischer Hof während der Münchner Sicherheitskonferenz.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Als die Polizei eingreifen will, schließt sich der 18-Jährige vor dem Luxushotel in seinem Auto ein. Die Beamten nehmen zwei weitere Personen fest und stellen 120 000 Euro Bargeld sicher.

Von Thomas Schmidt

Drogenfahnder der Münchner Polizei haben einen mutmaßlichen Kokain-Dealer gefasst, der direkt vor dem Nobel-Hotel Bayerischer Hof ein illegales Geschäft durchziehen wollte. Der erst 18-jährige Tatverdächtige hatte seinen BMW am Mittwoch gegen 17.25 Uhr auf dem Promenadeplatz geparkt und wollte sich dort mit einem Käufer treffen, wie die Polizei mitteilte.

Deren Fahnder hatten ihn jedoch längst im Blick und griffen im entscheidenden Moment ein. Als sie den Verdächtigen festnehmen wollten, schloss sich der Mann in seinem Auto ein und weigerte sich stur, die Tür zu öffnen. Das rettete ihn aber nicht: Die Polizisten schlugen die Scheibe auf der Beifahrerseite ein - und schon war der Weg zu dem Tatverdächtigen frei.

Nach der Festnahme durchsuchten die Ermittler den Wagen des 18-Jährigen und wurden schnell fündig. Sie förderten 18 säuberlich abgepackte Kokain-Plomben zu Tage, 1300 Euro Bargeld und drei Handys. Damit gaben sich die Fahnder noch nicht zufrieden, sie ermittelten weiter. Bereits in der folgenden Nacht durchsuchten sie drei Wohnungen von potenziellen Mittätern.

Auch dieses Mal wurden die Beamten fündig: Sie stellten "umfangreiches Beweismaterial" sicher, beschlagnahmten 120 000 Euro Bargeld und zwei hochwertige BMW, die womöglich mit Drogengeld bezahlt worden waren. Außerdem wurden zwei weitere mutmaßliche Dealer festgenommen, ein 18- und ein 25-jähriger Mann. Alle drei Tatverdächtigen wurden einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehle gegen sie erließ.

Besser informiert - mit SZ München