Von Christina Maria Berr

Uschi Glas will eine Todeskandidatin in den USA retten. Und noch etwas Neues: Sie will auch noch einmal "Zur Sache, Schätzchen" spielen.

Uschi Glas will noch einmal zur Sache kommen. Sie könne sich durchaus vorstellen, eine Neuauflage des Filmklassikers "Zur Sache, Schätzchen" zu spielen. Knapp 40 Jahre nach der Produktion von May Spils könnte sie als Barbara erneut in eine Glasscherbe treten: "Ich kann mir das gut vorstellen, weil das witzig ist."

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Auch über ein Revival der Fernsehserie "Zwei Münchner in Hamburg" hätte sie schon einmal nachgedacht. Vielleicht wäre ja auch eine Fortsetzung möglich, in der die Münchner aus Hamburg wieder zurückkehren.

Wer weiß, meint Uschi Glas. Die Vorstellung scheint ihr zu gefallen. Und in München scheint ohnehin die große Comeback-Zeit angebrochen. Bereits vor wenigen Wochen kündigte Franz Xaver Kroetz an, noch einmal als Gesellschaftsreporter Baby Schimmerlos in einem Film von Helmut Dietl mitzuspielen, der an die legendäre Serie "Kir Royal" erinnert. Auch Dieter Hildebrandt hat schon zusagt, ihn wieder als Fotograf zu begleiten. Erinnerungen an die siebziger und achtizger Jahre - warum also nicht auch auf die sechziger Jahre zurückblicken?

Doch momentan beschäftigt die Münchner Schauspielerin etwas ganz anderes -Debbie Milke nämlich. Die 42-jährige Berlinerin wurde in Amerika zum Tode verurteilt. Seit 16 Jahren sitzt sie in einer Todeszelle in Arizona. Angeblich soll sie zum Mord an ihrem Sohn angestiftet haben. Doch Uschi Glas glaubt das nicht. Sie ist von der Unschuld der Berlinerin überzeugt und setzt sich nun für die Verurteilte ein. Die Akten zum Fall hat sie alle gelesen: "Debbie hat damit nichts zu tun", sagt sie. Uschi Glas war schon vor Jahren von anderen Unterstützern Debbie Milkes auf den Fall aufmerksam geworden.

Das Gericht in Arizona hat gerade die Akte zur Verurteilung von Debbie Milke wieder geschlossen. Nun gehe der Fall nach Kalifornien, so Glas, und es sei an der Zeit, wieder zu handeln. In Kalifornien hat sie immerhin einen Kontakt: Dort regiert ihr ehemaliger Kollege Arnold Schwarzenegger. Den will sie nun kontaktieren und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sie schon geschrieben. "Ich tue, was in meiner Macht steht", sagt die Schauspielerin. Wenn nötig, würde sie auch in die USA fliegen.