Von Peter Oberstein

Von acht vorgeschlagenen Standorten für den Kulturstrand lehnt das Kreisverwaltungsreferat sieben ab. Den Urbanauten bleibt nur der Isarbalkon an der Corneliusbrücke.

Die Urbanauten planen einen neuen "Kulturstrand". Noch ist unklar, wo sie ihn aufschütten dürfen. Die selbst ernannten Diskurs-Anstoßer haben in einem Schreiben an das Kreisverwaltungsreferat (KVR) acht Standorte vorgeschlagen.

Strand München

Wieder ein Kulturstrand auf der Corneliusbrücke? Die Stadtverwaltung hält das immerhin für möglich - zum Schrecken der Anwohner und zur Freude der Urbanauten-Fans. (© Foto: Stephan Rumpf)

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Die Behörde hält nur einen für realisierbar: den der vergangenen Jahre. Er lag auf dem Balkon an der Corneliusbrücke. Dass dort über Monate hinweg Open-Air-Veranstaltungen stattfanden, war schon 2008 und 2009 umstritten - zumindest unter den Lokalpolitikern.

Die Stadtverwaltung hat ihrerseits andere Plätze für einen Strand mit Bar und Musikprogramm angeregt. Immerhin beruhigt die Vorentscheidung eine Diskussion im Bezirksausschuss 5 (Au-Haidhausen).

Kühn kann man es nennen. Benjamin David von den Urbanauten nannte es "ein bisschen frech". Aber verwirklicht wird er nicht, der Sandstrand auf der Hackerbrücke.

Es wird keine Verkehrsumleitung geben, damit die Münchner über den Gleisanlagen in eine "Urlaubs-Assoziation von entspannter Kommunikation und gelassener Offenheit" entführt werden können, wie es das Konzept der Urbanauten für ihr wiederkehrendes Projekt "Unter dem Pflaster der Strand" vorsieht.

Aber auch auf der Verkehrsinsel am Isartor oder auf dem Max-Joseph-Platz vor der Oper werden die Stadtbewohner nicht zu den von den Urbanauten visionierten "urbanen Begegnungsformen" kommen, da aus Sicht der städtischen Referate dem zu viel entgegen steht, wie KVR-Sprecherin Daniela Schlegel sagte.

Immerhin wird durch diese Einwendungen, die die Behörden mit Schwierigkeiten der Verkehrsführung bis hin zu Naturschutzbelangen begründen, auch die Wiese an der Isar unterhalb des Landtags nicht von den Urbanauten genutzt.

Der Bezirksausschuss 5 hatte sich gewissermaßen präventiv - ohne also zu einer Stellungnahme aufgefordert worden zu sein - dagegen ausgesprochen. Der Antragstext erwähnte zwar die Urbanauten nicht, aber Strände planen in München nicht allzu viele Organisationen.

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