Ende einer Autofahrt: ein 84-jähriger Münchner Kunstprofessor und Turmschreiber hat einen tödlichen Unfall verursacht. Acht Menschen starben bei Unfällen in Bayern.

Durch Verkehrsunfälle sind in Bayern am Wochenende mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Allein bei einem Geisterfahrer-Unfall starben am Freitagabend in Niederbayern vier Menschen.

Geisterfahrer

Die Feuerwehr musste mit schwerem Gerät arbeiten. (© Foto: dpa)

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Der 84-jährige Münchner Kunstprofessor und bekannte Buchautor Herbert S. war auf der Autobahn 92 (Deggendorf-München) mit seinem Wagen in falscher Fahrtrichtung unterwegs, als er gegen 19.30 Uhr zwischen Landau an der Isar und Pilsting auf der Überholspur frontal in ein mit einer Frau und zwei Männern besetztes Auto raste.

Den Rettungskräften bot sich am Unfallort ein entsetzliches Bild. Der Unfallverursacher sowie die 46-jährige Fahrerin des entgegenkommenden Autos, ihr 22-jähriger Sohn und ihr 53-jähriger Lebensgefährte - alle aus dem Raum Passau - waren sofort tot.

Sechs Minuten Geisterfahrt

Der 84-Jährige war auf der Autobahn nach Deggendorf unterwegs, dann aber vermutlich nach dem Tanken in der falschen Richtung aufgefahren. Nach sechs Minuten Geisterfahrt und einer Strecke von etwa 20 Kilometern passierte der tödliche Zusammenstoß.

Die Feuerwehr musste die Leichen der Verunglückten mit schwerem Gerät aus den Autowracks bergen. Weitere Autofahrer hatten den Unfallfahrzeugen in letzter Sekunde ausweichen können. In der Folge kam es jedoch zu kleineren Auffahrunfällen, bei denen wiederum zwei Menschen leicht verletzt wurden.

Ein weiterer tödlicher Unfall ereignete sich in der Nacht zum Sonntag in Mittelfranken zwischen Weißenburg und Mühlstetten. Ein Autofahrer kam mit seinem Wagen aus bislang ungeklärter Ursache in einer Rechtskurve von der Straße ab und stürzte neben der Fahrbahn in einen zwei Meter tiefen Graben.

Dort erlag er seinen schweren Kopfverletzungen. In Landshut starb ein junger Mann in den frühen Morgenstunden des Sonntags, nachdem er nach einem Kreislaufzusammenbruch die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und eine Hausmauer gerammt hatte. Der 17-jährige Beifahrer blieb unverletzt.

Weitere tödliche Unfälle

Bereits am Samstag wurde ein Rennradfahrer bei Piding im Berchtesgadener Land von einem Auto erfasst und dabei tödlich verletzt. Der 22-jährige Fahrer des Wagens habe den Mann auf der Bundesstraße B 20 in Richtung Freilassing übersehen, erklärte die Polizei.

Der Radfahrer, der laut Zeugenangaben vorschriftsmäßig rechts fuhr, wurde durch den Aufprall in eine Wiese geschleudert. Er trug keinen Ausweis bei sich und konnte daher zunächst nicht identifiziert werden. Die Polizei schätzt sein Alter auf 35 Jahre.

Ebenfalls am Samstag kam ein 56-jähriger Motorradfahrer ums Leben. Der Mann war bei Sparneck (Landkreis Hof) in Richtung Weißenstadt bergauf über den Großen Waldstein unterwegs gewesen. Als der Fahrer in einer scharfen Rechtskurve mit seiner Maschine über die Mittellinie fuhr, prallte er auf der Gegenfahrbahn mit einem bergab fahrenden Lieferwagen zusammen.

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(SZ vom 07.05.2007/dpa)