Umbauarbeiten am Hauptbahnhof Licht im Untergrund

Glas statt Beton: Das Zwischengeschoss unter dem Hauptbahnhof soll freundlicher aussehen.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Heller und moderner soll es werden. Für 24 Millionen Euro gestaltet die Deutsche Bahn das Hauptbahnhof-Zwischengeschoss unter der Arnulfstraße um. Der Neubau soll Ende 2014 fertig sein. Fahrgäste müssen zwischenzeitlich mit Behinderungen rechnen.

Von Marco Völklein

Die Deutsche Bahn wird vom kommenden Frühjahr an das Zugangsgeschoss zur S-Bahn-Station Hauptbahnhof unter der Arnulfstraße komplett umbauen. Bis Ende 2014 soll eine "helle, freundliche, modern gestaltete Passage" mit Einkaufszentrum-Charakter entstehen, sagte Bahnhofsmanager Heiko Hamann auf Anfrage der SZ. Insgesamt 24 Millionen Euro steckt der Konzern laut Hamann in den Umbau. Fahrgäste allerdings müssen sich während der Umgestaltung auf Behinderungen einstellen.

Das Zwischengeschoss, von dem aus die Fahrgäste zu den S-Bahnsteigen eine Etage darunter gelangen, ist älter als 40 Jahre. Zwar hat die Bahn immer mal wieder Veränderungen vorgenommen, dennoch "ist das Bauwerk in die Jahre gekommen", sagt Hamann.

Unter anderem wollen die Planer die Brandschutzeinrichtungen modernisieren, Decken, Böden und Wandverkleidungen durch hellere Materialien ersetzen sowie die Ladenflächen vergrößern. Derzeit hat der Konzern etwa 2000 Quadratmeter an Einzelhändler und Gastronomiebetriebe vermietet; künftig soll die Fläche auf 2400 Quadratmeter wachsen.

Dazu werden die Verkaufsflächen im südlichen Bereich des Zwischengeschosses nach Norden hin erweitert; die Läden am Nordrand der Passage dagegen werden verkleinert. Der Hauptstrom der Fahrgäste und Passanten soll sich künftig nördlich der bestehenden Mittelpfostenreihe bewegen. "Bislang muss man sich da ein bisschen durchschlängeln", sagt Hamann. Die einzelnen Läden will die Bahn mit großen Glasflächen beziehungsweise mit Glastüren ausstatten, die sich auf der gesamten Länge der Ladenfront auffalten lassen.

Auch die massiven Betonbrüstungen an den Abgängen zur S-Bahn wollen die Ingenieure durch Glasflächen ersetzen. An die Decke werden Bauarbeiter helle, mit kleinen Löchern durchsetzte Metallplatten montieren. Die Böden sollen ebenfalls heller wirken, für Sehbehinderte und Blinde werden "taktile Leitstreifen" verlegt, an denen sich Sehbehinderte mit ihrem Blindenstock orientieren können.