Von Monika Maier-Albang

Die Männer waren ihm nicht geheuer, also wechselte er die Straßenseite - doch es nützte nichts: Ein Schüler wurde in Kirchheim brutal zusammengetreten. Einziges Erkennungsmerkmal der Täter: ein grünes Schlüsselband mit einer speziellen Aufschrift. Gibt es weitere Opfer?

Wohl aus purem Spaß an der Gewalt haben zwei Männer in Kirchheim einen 18-Jährigen zusammengeschlagen. Die Täter, vermutlich Osteuropäer, traktierten den am Boden liegenden Schüler mit ihren Füßen am Kopf. Der 18-Jährige erlitt Brüche im Gesicht und am Schädel.

Anzeige

Möglicherweise ist der 18-Jährige jedoch nicht das einzige Opfer der beiden Männer: Inzwischen hat sich ein 15-jähriger albanischer Schüler bei der Polizei gemeldet. Er sei an einer Bushaltestelle ebenfalls von zwei ihm unbekannten Männern ohne Vorwarnung angegriffen worden. Einer schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Überfällen besteht, wird nun geprüft.

Der Angriff an dem 18-Jährigen, den die Polizei erst jetzt publik gemacht hat, ereignete sich vergangenen Samstag. Der Schüler hatte gegen 23 Uhr in der Nähe des Jugendtreffs "Rülps e.V." Freunde mit dem Auto abholen wollen. Nachdem er den Wagen geparkt hatte, kamen die Männer, die zuvor in dem Jugendtreff herumgepöbelt hatten, mit einer Holzlatte auf den Schultern auf ihn zu.

Weil die Männer ihm nicht geheuer waren, wechselte der Schüler die Straßenseite. Doch die Männer verfolgten ihn. Einer sprach ihn an, worauf der 18-Jährige nicht einging. Daraufhin schlug ihm der zweite mit der Faust gegen die Schläfe.

Die Täter sind Mitte 20 bis Anfang 30, zirka 1,90 Meter groß und muskulös. Einer von ihnen hat in dem Treff einen Schlüsselbund verloren, der an einem grünen Band mit der Aufschrift "CBRE Richard Ellis" befestigt war.

Leser empfehlen 

(SZ vom 10.5.2007/sueddeutsche.de)