SZ: Sind vor allem junge Ausländer gewalttätig, wie viele behaupten?
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Holthusen: So pauschal ist diese Aussage nicht richtig. Es gibt ja nicht ,die jungen Ausländer, sondern vielmehr unterschiedliche Gruppen von Jugendlichen mit sehr verschiedenen Migrationshintergründen. Hier gilt es, sehr genau zu differenzieren. Sowohl in den Hellfeldstatistiken als auch in verschiedenen empirischen Dunkelfeldstudien zeigen sich stärkere Gewaltbelastungen in bestimmten Gruppen. Zunächst muss konstatiert werden, dass Jungen häufiger mit Gewalt auffallen als Mädchen. Auch zeigen sich Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund in einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen wesentlich stärker belastet als Jugendliche ohne Migrationshintergrund.
Diese Jugendlichen haben auch häufiger selbst Gewalt in der Familie erfahren oder beobachten müssen, und sie stimmen gewaltlegitimierenden Männlichkeitsnormen eher zu. Gleichzeitig zeigen die Studien aber auch, dass diese Jugendlichen häufiger an Hauptschulen sind und aus sozial belasteten Familien stammen. Werden diese Faktoren berücksichtigt, also Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund aus ähnlichen sozialen Verhältnissen, relativieren sich die Unterschiede. Verkürzt könnte man sagen: Gewalt ist kein ethnisches Problem, sondern eines der sozialen Lage.
SZ: Gibt es wirksame Mittel zur Gewaltprävention bei Jugendlichen?
Holthusen: Bewährte Angebote sind soziale Trainingskurse, in denen mit straffälligen Jugendlichen pädagogisch gearbeitet wird und dabei auch kritische Themen angesprochen werden wie die Frage der ,Ehre oder die männliche Geschlechterrolle. Wichtig ist aber vor allem, die Ressourcen der Jugendlichen zu nutzen, die Zweisprachigkeit bei Migranten zum Beispiel. Das Ziel ist die sozial verträgliche Integration der Jugendlichen in die Gesellschaft.
SZ: Muss an den Schulen mehr gegen Gewalt getan werden?
Holthusen: Vor allem die Hauptschulen sind stark mit Gewalt belastet, wobei es erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern und zwischen Stadt und Land gibt. Die Schulen sind sehr unterschiedlich, und an den guten passiert schon viel, um Jugendlichen zu zeigen, wie Konflikte konstruktiv gelöst werden können. Die Hauptschulen abzuschaffen, indem man sie umbenennt, das wird die Probleme nicht lösen. Was die Jugendlichen brauchen, ist die Förderung ihrer Kompetenzen und Potentiale.
Eine eigene Diskussion wert wäre auch, sich mit dem geringeren Bildungserfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auseinanderzusetzen. Für manchen Jugendlichen ist eine wiederholte abwertende Äußerung eines Lehrers, etwa wegen mangelnder Deutschkenntnisse, eine folgenschwerere Verletzung als mancher Faustschlag, gegen den er sich mit seinen Mitteln wehren kann.
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(SZ vom 29.12.2008)
Studie von UN-Kinderhilfswerk
Die neueste Antwort
"Und da ist es naheliegend und realistisch, dass ein Mann, der für Ordnung selbst am Strand ist, natürlich auch sonst ordentlich und deutsch ist. Wer andere rechthaberisch darauf hinweist, doch gefälligst den Dreck mitzunehmen, hat vermutlich genauso ein gestörtes Selbstbewusstsein wie die Dreck-Verursacher."
Zunächst lässt das noch nicht die Schlußfolgerung des Artikels zu, besagter Familienvater wäre ein Fremdenhasser. Das ist schlicht erfunden - und ein solches ist schädlich.
Außerdem stimme ich Ihnen in Ihrer Aussage keineswegs zu: In der Siedlung in der ich wohne, gibt es eine Gruppe Jugendlicher, die sich zu laueren Zeiten allabendlich zum Bier- und Wodkatrinken treffen und ihre Flaschen dann einfach auf die Wege oder in die Wiesen werfen - die zum Teil natürlich splittern. Dort spielen dann tagsüber Kinder bzw. tollen Hunde herum.
Bin ich nun ein rechthaberischer ordentlicher Deutscher, wenn ich die Jugendlichen darauf hinweise, ihre Flaschen gefälligst in den Müll werfen?
Kann es überhaupt sein, dass es inzwischen sozial anerkannter ist, seinen Mülle überall liegen zu lassen, als jemand darauf hinzuweisen, den Abfall mitzunehmen? Meine Herren ...
Der Artikel im SZ-Magazin versucht, sämtliche Beteiligten der Tat zu beschreiben, damit die Handlungen verständlich werden. Und da ist es naheliegend und realistisch, dass ein Mann, der für Ordnung selbst am Strand ist, natürlich auch sonst ordentlich und deutsch ist. Wer andere rechthaberisch darauf hinweist, doch gefälligst den Dreck mitzunehmen, hat vermutlich genauso ein gestörtes Selbstbewusstsein wie die Dreck-Verursacher.
eulen/spiegel
Aus den Leserkommentaren geht hervor, daß bei dem Thema bei vielen Lesern die Sicherungen herausfliegen und dann deutlich intellektuell überfordert sind, alle Facetten eines Zeitungartikels zu erfassen.
Na, dies begeistert mich aber ,dass Sie nicht intellektuel überfordert sind.
Anderen Menschen, die lediglich eine andere Meinung zu einer Thematik haben, Dummheit
zu unterstellen, ist schon böswillig!
Ich hätte da eine äußerst effektive Lösung für das Problem mit der ausufernden Gewalt ausländischer Jugendlicher:
Bei der kleinsten Auffälligkeit sofort aus Deutschland abschieben, die Eltern am besten gleich mit.
Mittlerweile sind wir an einem Punkt angelangt, wo man nur mit Härte auf diese Auffälligkeiten reagieren kann.
Auch sollte die SZ es unterlassen, die Taten ausländischer Jugendlicher ständig schönzureden, wie neulich im SZ-Magazin in der Geschichte über den "armen" Erol. Dabei wird dann auch noch einem Mann Fremdenfeindlichkeit unterstellt, weil er sich anmaßt, die Ausländer darauf hinzuweisen, ihren Müll wegzuräumen... Unglaublich!
Auch wenn es manche nicht warhaben wollen: Wir haben in D ein ernstes Problem mit der Gewalt von jungen Männern mit Migrationshintergrund. Das läßt sich langsam auch durch den besten SozPäd nicht mehr beschönigen.
Danke das Sie den bekennenden Rechtsextremen Volkmar weiss ansprechen!
Jeder halbwegs interessierte weiss das dieser Herr seit langem bei der deutschen Stimme publiziert und sonst keiner Ras senfrage aus den weg geht. Wobei es bei ihm nicht nur die Türken die minderbemittelt sind sondern auch Zige uner und die sogenannten Ne ger
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