Trinkwasser in Deutschland Warum die Münchner das sauberste Wasser trinken

Ein Blick in den Schacht, durch den das Wasser für München fließt: die Grundwasserfassung Reisach.

(Foto: Catherina Hess)

2800 Liter Trinkwasser pro Sekunde: Was bei den Münchnern aus der Leitung kommt, stammt zu einem Großteil aus dem Mangfalltal im Alpenvorland. Sogar das Wasser aus den Brunnen in der Stadt ist bedenkenlos trinkbar. Das ist nicht überall in Bayern so.

Von Nadia Pantel

Wenn die Münchner bei klarem Himmel die Alpen sehen, blicken sie nicht nur auf ihr Wanderrevier, sondern auch auf das Zentrum ihrer Wasserversorgung. 80 Prozent des Münchner Trinkwassers kommen aus dem Mangfalltal im Alpenvorland. 1883 wurde erstmals ein System aus Leitungen und Reservoirs gebaut, das Quellwasser in die 40 Kilometer entfernte bayerische Hauptstadt leitet.

Später wurde das Loisachtal, ebenfalls zwischen München und den Alpen gelegen, als zusätzlicher Wasserlieferant erschlossen. Heute gilt das Münchner Trinkwasser als eines der saubersten in Europa, und sekündlich fließen 2800 Liter Trinkwasser vom Mangfalltal in die Stadt.

Dort kommt das Trinkwasser nicht nur aus dem Hahn, es speist auch die Brunnen. In 125 sogenannten Frischwasserbrunnen sind Fontänen oder künstliche Wasserfälle nicht nur Zierde, das Wasser ist auch bedenkenlos trinkbar. Doch München ist nicht Bayern. In Franken und Niederbayern belastet Nitrat das Grundwasser.

Linktipp: Wieso die Nitrat-Belastung in vielen Teilen Deutschlands enorm hoch ist, steht in diesem SZ-Text.