Von Astrid Becker

Lidl und Basic haben sich wieder getrennt. Doch wie haben Kunden und Mitarbeiter auf die Trennung reagiert?

Erleichterung spiegelt sich an diesem Samstagvormittag in den Gesichtern der Kunden und Mitarbeiter des Biosupermarkts Basic. Dass das Unternehmen den Einstieg des Discounters Lidl rückgängig gemacht hat, werten die meisten als Sieg der Kunden und der Medien über reines Profitdenken.

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Nicole Steiner beispielsweise spricht von einer "sehr mutigen, aber wichtigen Entscheidung". Die Mutter zweier Kinder kauft regelmäßig bei Basic ein und hatte entsetzt auf die 23-prozentige Beteiligung des Discounters reagiert. "Es heißt, Lidl zahle wenig und behandele seine Leute schlecht, so etwas kann ich nicht unterstützen."

Wie viele ihrer Bekannten auch habe sie bereits überlegt, Konsequenzen zu ziehen und Basic zu meiden. Das ist nun hinfällig: "Finde ich gut. Ich habe gehofft, dass es sich Basic anders überlegt, es aber nicht erwartet."

Dass sich die Unternehmensspitze überhaupt zu so einer Verbindung durchgerungen hat, sei "total daneben" gewesen. Das sieht man offenbar jetzt auch bei Basic ein. Vorstandschef Josef Spanrunft hat eingeräumt, dass die heftigen Reaktionen auf den Lidl-Einstieg nicht bedacht worden seien. Der Wirbel sei für die Biobranche nicht förderlich gewesen.

Auch von wirtschaftlichem Schaden ist die Rede: "Wir hatten leichte Umsatzeinbußen", sagte er der Nachrichtenagentur ddp. Tatsächlich ist es zunächst sehr ruhig an diesem Samstag bei Basic. "Wundert Sie das?" fragt ein Mitarbeiter, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. "Es hat sich halt noch nicht herumgesprochen, dass der ganze Zauber mit Lidl vorbei ist."

Ganz recht hat er nicht. Denn die Kunden fragen schon einmal nach, was die Trennung von dem Discounter für die Mitarbeiter bedeute. "Der Einstieg hatte nur finanzielle Gründe, wir haben davon nichts zu spüren bekommen. Aber es ist gut, dass es vorbei ist", ist von den Beschäftigten zu hören.

Zwei Stunden später ist der Laden voll. Weil die Nachricht vom Ausstieg Lidls eingeschlagen hat? Ja, wie Branko Schuhbek meint: "Ich wäre auch nicht mehr gekommen: Die Bio-Idee ist mit Lidl einfach nicht vereinbar."

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