Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" soll die in München geplante zweite Stammstrecke der S-Bahn erst 2022 fertig werden. Transrapid-Kritiker fürchten, die wegen der Schwebebahn fehlenden Mittel könnten daran schuld sein.
Ein schneller Ausbau der S-Bahn ist nicht in Sicht. Die Deutsche Bahn (DB) geht nach Informationen der Süddeutschen Zeitung davon aus, dass die seit langem geplante zweite Stammstrecke erst 2022 fertig wird. Ursprünglich war vorgesehen, einen weiteren Tunnel durch die Innenstadt schon in der ersten Hälfte des nächsten Jahrzehnts vollständig in Betrieb zu nehmen und so auf allen Linien einen 10-Minuten-Takt anzubieten.
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München braucht eine zweite Stammstrecke - der Transrapid könnte das verzögern (© Grafik: Mainka/SZ)
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In einer als ,,streng vertraulich'' gekennzeichneten Vorlage für den Aufsichtsrat der Bahn, der am Mittwoch in Berlin tagt, sieht das nun ganz anders aus. Bahnchef Hartmut Mehdorn und seine Vorstandskollegen haben darin die wichtigsten Informationen über die Großprojekte beim Schienennetz in Deutschland zusammengefasst. Zur zweiten Stammstrecke der S-Bahn in München ist notiert: Baubeginn im März 2009, Fertigstellung 2022, Kosten zwei Milliarden Euro.
Weiter heißt es, durch den Verzicht auf bestimmte Maßnahmen sei es gelungen, die Kosten um knapp 175 Millionen Euro zu senken. Insgesamt werde das Vorhaben aber teurer, weil nun eine Station am Ostbahnhof geplant sei, um dort die neue S-Bahn-Strecke mit der U-Bahn verknüpfen zu können. Außerdem treibe die Verlängerung der Bauzeit bis 2021 die Ausgaben in die Höhe.
Transrapid-Geld fehlt anderswo
Siegfried Danninger, bei der Bahn Betriebsratsvorsitzender der Region Süd im Unternehmensbereich Schienennetz und Chef der Bahngewerkschaft Transnet in München, betrachtet das als Hiobsbotschaft: ,,Wenn die zweite Stammstrecke nicht bis 2012 fertig wird, ist das S-Bahn-Netz überlastet.'' Danninger wirft der Bundesregierung vor, ,,ihre vollmundigen Zusagen, genügend Geld in die Bahn zu stecken, nicht einzuhalten''. Das hänge auch mit dem offiziell 1,85 Milliarden Euro teuren Transrapid zusammen.
Dieses Geld von Bund und Land fehle nämlich für andere Projekte wie die zweite Stammstrecke der S-Bahn. Danninger ist Vizechef des Komitees für ein Volksbegehren gegen den Transrapid.
Aus DB-Kreisen verlautet dagegen, die vom Hauptbahnhof zum Flughafen geplante Transrapid-Strecke habe mit dem Ausbau der S-Bahn finanziell nichts zu tun. Offiziell äußert sich das Unternehmen nicht dazu, dass die zweite Stammstrecke der S-Bahn erst 2022 fertig sein soll. ,,Wir kommentieren interne Papiere nicht'', sagt ein DB-Sprecher. Inoffiziell heißt es, man verhandele intensiv über einen Finanzierungsvertrag für das Vorhaben.
Die Bahn hatte eigentlich vor, noch in diesem Jahr ein solches Abkommen mit Bund und Land zu unterzeichnen. Davon ist inzwischen aber keine Rede mehr. Georg Brunnhuber, Aufsichtsrat der Bahn und CDU-Bundestagsabgeordneter, sieht die Bundesregierung beim Bau der zweiten Stammstrecke gefordert: ,,Die Bahn kann nicht überall in die Bresche springen, wo das Geld vom Bund fehlt.''
Das bayerische Verkehrsministerium erklärte auf Anfrage, man wisse nichts davon, dass die Bahn neuerdings mit einer Fertigstellung erst im Jahr 2022 rechne. ,,Das ist nicht mit uns abgestimmt, damit wären wir nicht einverstanden'', sagte eine Sprecherin des Ministeriums.
Bevor ein Finanzierungsvertrag unterschrieben werden könne, müsse man sich erst über den Streckenverlauf und alle anderen wichtigen Details einigen. Derzeit prüfe man gemeinsam mit der Bahn, wie das Projekt billiger werden könne. Das Bundesverkehrsministerium nahm nicht Stellung. ,,Das sind Unterlagen der Bahn, zu denen wir uns vor der Aufsichtsratssitzung nicht äußern'', sagte ein Sprecher.
Im bayerischen Verkehrsministerium war im Sommer von Kosten in Höhe von 1,85 Milliarden Euro die Rede. Damals hieß es, der zweite Tunnel solle zunächst nicht mit dem Ostbahnhof verbunden werden. Aus Bahnkreisen verlautet jetzt hingegen, die zweite Röhre solle unter Umständen vorerst am Ostbahnhof enden und erst später weiter zum Leuchtenbergring geführt werden.
Die internen B-Projekte
Man könne aber noch nicht definitiv sagen, ob die zusätzliche Stammstrecke in ein oder zwei Baustufen verwirklicht werden solle. Weil noch nichts sicher sei, werde dieses Vorhaben intern lediglich als ,,B-Projekt'' geführt. Das sind Maßnahmen, die zwar geplant sind, für die aber noch kein Geld da ist.
Der angestrebte 10-Minuten-Takt in den Hauptverkehrszeiten ist derzeit nur auf drei der sieben Linien möglich. Um den erwarteten Zuwachs bei den Fahrgästen verkraften zu können, soll ein zweiter Tunnel her, von Laim zum Ostbahnhof beziehungsweise zum Leuchtenbergring, nördlich der vorhandenen Röhre.
Dann wäre der 10-Minuten-Takt möglich - und außerdem nicht mehr das gesamte S-Bahn-System in der Innenstadt blockiert, falls ein Defekt in einem Tunnel auftritt. Bislang waren fünf Jahre Bauzeit für die zweite Stammstrecke veranschlagt, bei einem Baubeginn noch in diesem Jahrzehnt. Die Verzögerung beträgt also mindestens sieben Jahre.
(SZ vom 3.12.2007)
FKK-Slackliner Alexander Schulz
Die neueste Antwort
Thema leider verfehlt, der gibt es jetzt den S-Transrapid?
der Grund, warum weder Südring noch ein kompletter S-Bahn ring a la Berlin in München in erwägung gezogen werden, ist rein politischer natur.
Man möchte Münchens Charackter mit einem dominanten Zentrum nicht verändern.
Würde man periphäre Querverbindungen schaffen, würde das Zentrum fürher oder später "zerfleddern"
Zur Entlastung und für den Fahrgastkomfort, insbesondere eben die Umsteigequalität würde ein Ring allerdings sehr viel sinn machen, weswegen ja alle grossen Städte einen haben oder bauen.
... da stimme ich Herrn Ott und den übrigen Kommentatoren ja zu.
Aber dass die 2. Stammstrecke die beste Lösung ist hab ich nie so recht geglaubt. Besser als gar nix sit sie zwar, aber der Ausbau des Südrings um S-Bahngleise erschiene mir schlauer, oder gleich eine Ring-S-Bahn wie in Berlin. Dann müsste man nicht, wenn man mit der S-Bahn nach München hinein will, in JEDEM Fall am Hauptbahnhof oder Marienplatz umsteigen und diese beiden Haltestellen wären nicht ganz so überlastet...
Glauben Sie uns, dass unsere chinesischen Freunde alles daran setzen werden, die jetzt noch vor-handenen Schwachstellen in allerkürzester Zeit zu beseitigen, um dann mindestens gleichwertig, aber in jedem Fall billiger den Weltmarkt zu erobern.
Das ist es, wovor wir wirklich Angst haben müssen, der chinesische Drache des 21. Jahrhunderts, der wiedererwacht ist in den Abermillionen von Chinesen, die nun daran sind, die langnasigen Ausbeuter der letzten Jahrhunderte mit den Waffen der Neuzeit zu besiegen.
Achtet auf die neue Dynamik in den asiatischen Völkern!. Das war, wie oben geschrieben, vor 75 Jahren.
Schützt euch vor der Dynamik der asiatischen Völker! Das haben wir alle in den letzten Jahrzehnten verschlafen und darum heißt es jetzt:
Besteht gegen die Dynamik der asiatischen Völker! Das ist die Aufforderung für das 21. Jahrhundert.
Und für diese Aufgabe, sehr geehrter Herr Maget, sehr geehrte Damen und Herren, um diese Herausforderung zu bestehen, brauchen wir alle Produkte unseres technischen Vorsprungs und unserer hervorragenden Qualität.
Für diese Herausforderung, für die Zukunft unserer Arbeitnehmer und auch für die Zukunft unserer Renten brauchen wir, Herr Ude, den Transrapid, und wenn er auch doppelt soviel kosten würde. Der Westen, Europa, Deutschland, Bayern und auch München kann es sich nicht leisten, auf den Transrapid im wirtschaftlichen Wettstreit mit dem Osten zu verzichten. Nicht zuletzt tragen wir alle eine sehr große Verantwortung für unsere Kinder, die einen Anspruch auf eine gesicherte Zukunft haben, dies muss sowohl für die umwelt- und bildungspolitischen, jedoch genauso auch für die wirtschaftlichen Aspekte gelten.
Es mag sein, dass die SPD in Bayern, Herr Maget, bei einer Kehrtwende in Sachen Transrapid einen Teil ihres Gesichts verlieren würde. Dieser verlorene Teil des Gesichts wäre jedoch nur das Gesicht, das durch das Jahrzehnte lange Oppositionsdasein tiefe Falten bekommen hat, und es würde dann wohl das ebenmäßige soziale Gesicht der Regierungsfähigkeit wieder zum Vorschein kommen.
Abschließend wünschen wir Ihnen und allen Gästen eine besinnliche Feier und für die Zukunft Entscheidungen, die - über die Münchener Gartenzäune und die bayerischen Freistaatsgrenzen hinausgehend - die Zukunft Deutschlands und Europas im Blickfeld haben.
Mü
Deutschland ist ein Land, das bisher ganz gut gelebt hat, in dem es Made in Germany-Qualität exportieren konnte. In der Vorrede zu Wilhelm Dibelius Buch England steht: Deutschland wird in Zukunft nur von zwei Dingen leben können: von der überlegenen Qualität seiner Waren und seiner überlegenen Kenntnis des Auslandes! Das Buch ist bereits 1923 erschienen, damals schon wurde unsere einzige überlebenschance im Exportieren gesehen!
Und was haben wir nun über die Jahre hin exportiert? Zum Beispiel unser materialistisches Wesen, unser exzellentes Wissen und unsere präzisen Werkzeuge.
Die unerwarteten Früchte aus dieser von uns gelegten Saat ernten wir jetzt. Natürlich benutzen unsere Kunden das, was sie von uns bekommen haben, nun zu ihrem eigenen Vorteil.
Lassen Sie uns wieder zum Transrapid zurückkommen und auf China und Shanghai (unseren derzeitigen Kunden) eingehen. Der Gründer der chinesischen Nationalpartei (Kuomintang) Sun Yat- sen hat in seinem Buch Die drei Grundlehren vom Volk sein Land folgendermaßen beschrieben: Wir sind die Kolonie und die Sklaven aller Völker.
Der versklavte chinesische Drache ist nun aufgewacht, er hat gelernt und er ist sehr hungrig.
Achtet auf die neue Dynamik in den asiatischen Völkern, hat Paul Rohrbach in seinem Buch Erwachendes Asien 1932 als Schlusssatz seine Reiseerlebnisse zusammengefasst.
Die Dynamik in China ist gewaltig und beängstigend zugleich. Sie ist zum Beispiel in den unzähligen Baustellen in Shanghai und ebenso in den Augen der jungen chinesischen Ingenieure zu sehen. Herr Oberbürgermeister Ude, Sie waren auch dort und können diese Einschätzung sicherlich bestätigen.
Ein Beispiel, das auch die deutsche Automobilindustrie nachdenklich machen muss, verdeutlicht die Art dieser Dynamik:
Ein chinesischer Autohersteller präsentiert auf einer Ausstellung das für den Export nach Europa geplante Fahrzeug der öffentlichkeit. Was ist nun unsere Reaktion?
Wir Besserwisser kaufen ein solches chinesisches Export-Fahrzeug, machen Crash-Tests, zerlegen es und sind stolz darauf, die Schwachstellen in Fachzeitschriften veröffentlichen zu können. Kann man sich eine kostengünstigere technische Marktanalyse seines Produkts vorstellen?
Glauben Sie uns, dass unsere chinesischen Freunde alles daran setzen werden, die jetzt noch vor-handenen Schwachstellen in allerk&
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