Beim Sturz von einer Kletterwand ist ein neunjähriges Mädchen in München ums Leben gekommen. Das Kind fiel am Dienstag in einer Kletterhalle 18 Meter tief zu Boden.
Ein neunjähriges Mädchen ist in München von einer künstlichen Kletterwand in den Tod gestürzt. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, fiel das Kind trotz eines Sicherungsseils von einer künstlich angelegten Kletterwand in einer Kletterhalle etwa 18 Meter in die Tiefe und zog sich dabei ein offenes Schädel-Hirn-Trauma sowie mehrere Knochenbrüche zu. Die Neunjährige starb in einer Kinderklinik.
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(© Foto: ddp)
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Ein Polizeisprecher erklärte, es werde derzeit ermittelt, ob menschliches Versagen oder ein Material- oder technischer Fehler Ursache für den Unfall waren, der sich bereits am Dienstagnachmittag ereignet hatte. Das Mädchen sei mit einer gleichaltrigen Freundin und deren Vater in der Halle gekommen, erklärte die Polizei.
Der Mann habe die Neunjährige eingewiesen und mit einem Klettergurt und Karabiner an einem Kletterseil gesichert. Der 41-Jährige habe das Sicherungsseil beim Aufstieg und auch beim Abstieg gehalten. Als das Mädchen beim Herabklettern in etwa 20 Meter Höhe den Halt verloren habe, sei es zunächst noch durch das Sicherungsseil gehalten worden, schließlich aber in die Tiefe gestürzt, erklärte die Polizei. Wegen eines Schocks konnten weder die Freundin des Mädchens noch deren Vater bis zum Mittwoch vernommen werden.
(sueddeutsche.de/AP/dpa)
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Wie ist der Stand der Dinge? Weiß jemand von euch, ob der Fall geklärt ist?
so, chrissinitsch.
jetzt haben sie mich.... ;-)
glaube mich gerade daran zu erinnern, mal von einem fall gelesen zu haben, dass bei einem unglücklichen vorstiegssturz das seil sich aus der obersten expresse ausgehakt hat, weil diese hart gegen den felsen geschlagen und sich dadurch geöffnet hat... dann sieht man nichts am material und es war kein menschliches versagen. hm... *grübel*......
jetzt stehen sich folglich nur noch unsere beiden standpunkte gegenüber:
ich meine, der sicherheitskreis kommt auf diese ursache (glaube, es auch dort gelesen zu haben), sie glauben, er stellt menschliches versagen fest?
... boden :-(
ich halts da lieber damit, nicht zu weit von der wand entfernt zu stehen, und die muskulatur dann beim klettern wieder ein bißchen zu strecken.
@chrissinitsch:
hm. aber jetzt mal ganz unakademisch ;-) gesprochen: wenn ein unfallhergang analysiert wird, und es handelt sich um materialversagen, dann SIEHT man das doch ganz einfach - da muss kein dav-ler danebengestanden haben: der karabiner ist gebrochen, das seil oder die gurtschlaufe gerissen... ansonsten IST es ganz einfach menschliches versagen: wenn kein materialschaden sichtbar ist, dann BLEIBT einfach nur noch ein fehler beim sichern, einbinden, klinken usw. oder sehe ich das falsch?
mit "schuldzuweisungen" bitte ich da auch vorsichtig umzugehen - auch im hinblick auf den aktuellen fall. ich hoffe doch davon ausgehen zu können, dass das interesse von solchen untersuchungen darin liegt, stattgefundene fehler zu analysieren und in zukunft vermeiden zu können, und nicht, um mit dem finger auf einen schuldigen zeigen zu können? das wäre wirklich pietätslos, vor allem, weil ich davon ausgehe, dass die last, die ein für einen unfall verantwortlicher zu tragen hat, ziemlich groß sein dürfte... diese unfälle sind ja tragische unglücke, die natürlich keiner der beteiligten hat herbeirufen wollen, mit deren folgen aber alle beteiligten leben müssen.
des weiteren verstehe ich ihre "wut" auf die strukturen des dav nicht so ganz (evtl. rede ich mich da zwar leicht, weil ich auch akademikerin bin - allerdings nur zahlendes mitglied im dav, eine leitende funktion wurde mir bislang noch nicht angeboten ;-). aber der dav ist doch längst kein hobby-gärtner-verein mehr. das ist imho mittlerweile einfach ein modernes unternehmen, auch mit wirtschafltichen interessen - überspitzt ausgedrückt: bei siemens sitzen in den führungsetagen ja auch leute mit studium.
inwieweit sich die führungsebene aus "guten freunden, die niemand trennen kann" zusammensetzt, kann ich allerdings nicht beurteilen, auch wage ich keine aussage über die fachlichen kompetenzen der prüfer.
ihren test "hauswand" habe ich nicht durchgeführt, ich weiß aus schmerzhafter erfahrung, dass nach einer viertel stunde kopf im genick der nacken nicht mehr der entspannteste ist. aber bei drei meter entfernung ist er es halt nach zwanzig minuten nicht mehr. und bei einer 10-20 meter hohen wand 3 meter von derselben entfernt zu stehen - da kanns bei einem sturz ganz schön abgehen in richtung wand - und für den stürzenden in der folge ein paar meter näher richtung
"aber am ergebnis "menschliches versagen" im vergleich zu "materialversagen" glaube ich, gibts nichts zu rütteln?"
Das glaube ich prinzipiell auch. Man sollte aber (auch aus Pietät) nicht zu schnell und v.a. unsachlich den Leuten im Einzelfall eine Schuld zuweisen, wenn man das nicht mit Sicherheit nachweisen kann.
Paging