Von Berthold Neff

Alle wollen nach München: Die Zahl der Übernachtungen wuchs 2007 auf 9,5 Millionen. Vor allem aus den Golfstaaten kommen immer mehr Gäste.

Schon ein Jahr vor der großen Geburtstagsparty hat München bei den Touristenzahlen ein Rekordergebnis vorgelegt. Die Landeshauptstadt knackte vergangenes Jahr die Neun-Millionen-Marke bei den Übernachtungen und peilt für dieses Jahr, wenn im Sommer der 850. Stadtgeburtstag gefeiert wird, als nächstes Ziel sogar die Zehn-Millionen-Marke an.

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Tourismusamt-Chefin Gabriele Weishäupl verkündete die Bilanz eines "fulminanten Tourismusjahres" am Dienstag zunächst im Stadtrat und danach im Münchner Presseclub. Im Vergleich zu 2006 stieg die Zahl der Übernachtungen um 7,6 Prozent auf 9,5 Millionen.

Insgesamt drängelten sich im vergangenen Jahr 102 Millionen Auswärtige in der Stadt. Die meisten davon - nämlich 93 Millionen - schauten nur als Tagesbesucher für eine Stippvisite oder einen Geschäftstermin vorbei. Wer sich zum Bleiben entschloss, nächtigte entweder bei Freunden und Verwandten (4,5 Millionen) oder in Hotels und Pensionen (4,7 Millionen).

US-Amerikaner liegen weiterhin vorne

Trotz des schwachen Dollars blieben die US-Amerikaner mit 688.000 Übernachtungen (Plus von 4,9 Prozent) die größte ausländische Reisegruppe, in einigem Abstand gefolgt von Italienern (knapp 500.000) und Briten (385.000).

Die Finnen, deren wichtigster Konzern Nokia sich wegen der Schließung des Bochumer Werkes in Deutschland schon voriges Jahr mit Boykottdrohungen konfroniert sah, zeigten sich wenig nachtragend und setzten sich mit einen Plus von 63,7 Prozent an die Spitze der Zuwachs-Hitliste. Allerdings gelang ihnen diese Steigerung von eher geringem Niveau aus (55.000 Übernachtungen).

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