Seine Inspiration holte er sich aus Bordellen, Cabaretts und Cafés. Das gesamte grafische Werk des französischen Malers Toulouse-Lautrec ist in der Hypo-Kunsthalle zu sehen.
Henri de Toulouse-Lautrec zeigte die Welt der Dirnen und Künstler in Paris. Auf der Suche nach seinen Motive streifte er durch Kabaretts, Cafes, Bars, Theater, Bordelle.
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Das gesamte graphische Werk des Pariser Künstlers ist nun bis 1. Mai in der Münchner Hypo-Kunsthalle zu sehen. Ergänzt wird die Präsentation durch Gemälde, Pastelle und Skizzen des Malers.
Das graphische Werk Toulouse-Lautrecs entstand am Ende seines ebenso kurzen wie intensiven Lebens. Der 1864 im französischen Albi geborene und durch Erbanlagen sowie mehrere Beinbrüche kleinwüchsig gebliebene Aristokrat wurde nur knapp 37 Jahre alt.
Innerhalb eines Jahrzehnts schuf der Künstler 351 meist farbige Steindrucke. Seine von japanischen Holzschnitten inspirierten Farblithografien wurden mit ihren starken Kontrasten und der Verbindung von Schrift und Bild stilistisch zum Ausgangspunkt der modernen Plakatkunst.
Belle Epoque, ungeschminkt
Die in der Kunsthalle ausgestellten Graphiken aus der Sammlung des Berliner Versicherungsdirektors Otto Gerstenberg zeugen von Toulouse-Lautrecs Leidenschaft für das Unterhaltungs- und Rotlichtmilieu des legendären Pariser Künstlerviertels Montmartre. Sie schildern die mondäne Welt der "Belle Epoque" und zeigen gleichzeitig ungeschminkte Szenen des Pariser Nachtlebens.
Die Ausstellung ist täglich von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet sieben Euro, Schüler und Studenten zahlen vier Euro. Zur Ausstellung ist ein 464 Seiten dicker Katalog mit Farbabbildungen sämtlicher Exponate erschienen. Dieser ist für 29 Euro in der Kunsthalle erhältlich.
(sueddeutsche.de/ddp)
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