Eine Frau wurde in einer öffentlichen Toilette vergewaltigt, die Polizei fahndet nach dem mutmaßlichen Täter.
Ein Martyrium hat eine 45-jährige Münchnerin am vergangenen Sonntag durchleiden müssen: Die Frau wurde in einer öffentlichen Toilette etwa eine halbe Stunde lang vergewaltigt. Der Täter ließ erst von ihr ab, als eine ältere Dame die Toilette im U-Bahnhof Thalkirchen aufsuchen wollte und an der Tür rüttelte, die der Täter von innen festhielt. Die Polizei weiß inzwischen, wer der mutmaßliche Vergewaltiger ist und fahndet nach einem etwa 20 Jahre alten Asylbewerber aus Afghanistan.
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Der Mann, der in Deutschland unter dem Namen Amin S. gemeldet ist, in Österreich aber als Abas M. auftrat, lebt eigentlich in der Gemeinschaftsunterkunft an der Baierbrunner Straße. Seit vergangenen Sonntag ist er dort nicht mehr aufgetaucht. Der Mann ist nur 1,57 Meter groß, schlank, hat ein asiatisches Aussehen und kurze schwarze Haare.
In Österreich wurde er 2007 vom Landgericht in Innsbruck wegen Körperverletzung und gefährlicher Bedrohung rechtskräftig verurteilt. Im Dezember 2008 stellte er in München unter dem Namen Amin S. einen Asylantrag - und machte sich jünger, als er vermutlich ist. In Deutschland gab er an, 19 Jahre alt zu sein, in Österreich war er als 23-Jähriger gemeldet. Das genaue Alter ist entscheidend, falls es zu einer Verurteilung kommen sollte - als 19-Jähriger fiele der Mann unter das Jugendstrafrecht.
Der Täter hatte die Frau offenbar schon in der U-Bahn beobachtet. Er stieg, wie die Polizei anhand von Videoaufzeichnungen herausfand, gegen 9 Uhr mit der 45-Jährigen in Thalkirchen aus. Zuvor habe er sich bereits auf einem anderen U-Bahnhof "ziellos herumgetrieben", sagt Kriminalhauptkommissar Ignaz Raab. Möglicherweise hielt er dort schon Ausschau nach einem Opfer. In Thalkirchen folgte er der Frau in die Toilettenanlage. Dort warf er die 45-Jährige zu Boden und drohte, er habe ein Messer dabei.
Die Frau, sagt Raab, habe nach eigenem Bekunden Todesängste ausgestanden. Ihre Rettung war ein älteres Ehepaar; die Frau wollte die Damentoilette benutzen und wurde stutzig, als sich die Tür zum Toilettenbereich nicht öffnen ließ. Sie rüttelte an der Tür, plötzlich kam der Täter heraus und ging seelenruhig an ihr vorbei. Da S. in der Toilette den Abdruck seines Handballens hinterlassen hatte und seine Daten in Österreich gespeichert sind, kam die Polizei ihm auf die Spur.
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(SZ vom 28.03.2009/sonn)
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Mein aufrichtiges Beileid und Mitgefühl mit der armen Frau.
Es ist furchtbar, was der deutsche Staat seinen eigenen Leuten zumutet.