Nach der NRW-Wahl protestieren die Studenten in München erneut. Die Studiengebühren sollen wieder abgeschafft werden.
Kaum waren die ersten Hochrechnungen draußen, haben die Studentenvertreter mobilisiert. E-Mail, Facebook, Twitter, Lokalisten, MySpace - auf allen Kanälen haben sie für die Demonstration geworben und verbreitet, dass mit dem Ende von Schwarz-Gelb in Nordrhein-Westfalen auch das Aus für die Studiengebühren an Rhein und Ruhr anstehe.
Wie bereits 2009 sollen auch 2010 wieder Studentenproteste in München stattfinden. (© Foto: Stephan Rumpf)
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Was wiederum den Druck auf Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) erhöhe, ebenfalls die umstrittenen Studienbeiträge abzuschaffen: "Gestern das Saarland und Hessen, heute NRW, morgen Bayern", heißt es optimistisch in dem Demo-Aufruf.
Jetzt sind immerhin ein paar Hundert auf der Straße, "die Hölle los", wie versprochen, ist jedoch eher nicht, dafür hat der Vorlauf wohl doch nicht gereicht. Die Studenten ziehen vom Geschwister-Scholl-Platz vor der Universität zur Staatskanzlei und weiter zum Maxmonument unterhalb des Landtages, aus dem Lautsprecherwagen dröhnt "Let it be", was wohl als Kommentar zur Gebührenpolitik des Freistaats gedacht ist.
Auch wenn das Ende der alten Koalition im Düsseldorfer Landtag keineswegs ein rot-grünes Bündnis verheißt, ist Malte Pennekamp, Chef der Landes-Astenkonferenz, dennoch zuversichtlich, dass die Gebühren in Nordrhein-Westfalen spätestens am Ende der Legislaturperiode gefallen sind.
Die Sozialdemokraten, die jetzt nach der Macht greifen, könnten davon nicht abrücken. Dazu hätten sie das Thema im Wahlkampf zu offensiv gespielt. Wolfgang Heubisch, immerhin Parteifreund des sicher scheidenden Düsseldorfer Wissenschaftsministers Andreas Pinkwart, weist die Forderung, die Gebühren abzuschaffen, strikt zurück.
"Die Studienbeiträge sind wichtig für die Hochschulen in Bayern." Wer bessere Studienbedingungen wolle und gleichzeitig das Aus für die Gebühren fordere, handele kurzsichtig. Die Beiträge seien "Investitionen in die Studienqualität."
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(SZ vom 11.05.2010/rs)
Die neueste Antwort
Bitte mal einfach Vergleichen, was es so kostet:
2 Tage Seminar zu IT Standard im Gesundheitswesen: 1.400 EUR
6 Wochen Sprachkurs mo-fr halbtags Deutsch als Fremsprache Volkshochschule München: 270 EUR
...
Ich verstehe nicht, was an Semestergebühren für 6 Monate von 500 EUR bei ausgezeichneten Universitäten mit Weltniveau teuer sein soll?
Studiengebühren abschaffen, das geht auf keinen Fall. Erhöhen muss man!
Woher soll den das Geld kommen, das Vater Staat und Mutter Angie für die Bankenrettung, die Griechen-Rettung, die Eruo-Rettung, die Spanien-Rettung, bald die England-Rettung, die Deutsche Bank und für die Entlastung der Leistungsträger braucht? Ja sollen etwa die Wohlbegüterten und die Gutverdienenden im Lande das aufbringen?
Noch nie was von der Rossapfel-Theorie gehört?
Also dann: Man gibt's den Pferden (das sind im richtigen Leben die Reichen); die verdauen's, sch... den Rest raus, und den bekommen dann die Schmeißfliegen (das sind wir alle).
Wenn wir den Pferdchen nix geben, dann bekommen wir Schmeißfleigen auch nichts - und dann können wir die Studien"gebühren" erst Recht nicht zahlen!
... hatte an anderem Ort - cameralistisch klug - vorgerechnet, was man mit den 13.000.000.000,00 , die die CSU-Mehrheit im Bayerischen Landtag in den letzten Jahren versaubeutelt hat, für die Bayerischen Hochschulen, die Zukunftssicherung der Schul- und Hochschulbildung und den Wissenschaftstandort Bayern in den nächsten 25 Jahren alles hätte machen können.
Mehr sog i ned...
darf ich zusammenfassen?
Diese Studenten schon wieder! Wollen Bildung und das auch noch auf Staatskosten. Eine Frechheit!! Denen gehts eh schon viel zu gut.
Sie haben völlig Recht.
Da lob ich mir doch Finanzspritzen für Banken und Haushaltslöcher.