Ein brutaler Fußtritt: Bei einem Streit in der Diskothek 089 soll ein 30-jähriger Polizist sein Opfer krankenhausreif getreten haben.
Der Fußtritt, den der Täter seinem am Boden liegenden Opfer versetzte, muss ähnlich brutal gewesen sein wie der, den vor zwei Jahren das Überwachungsvideo vom Arabellapark gezeigt hatte. Diesmal aber ist der Tatort kein U-Bahnhof wie vor zwei Jahren, sondern eine Disco; und Täter soll kein Heranwachsender aus schwierigen Verhältnissen sein - sondern ein Münchner Polizist. Der Beamte wurde am Freitagabend im Dienst festgenommen. Seine Kollegen vom Morddezernat werfen ihm versuchten Totschlag vor. Der Polizist sitzt in Haft.
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Es war in der Nacht zum 4. Dezember. Der 30-Jährige besuchte nach Erkenntnissen der Fahnder privat die Disco 089 am Maximiliansplatz. Dort unterhielt er sich mit einer jungen Frau, die er wohl erst in der Diskothek kennengelernt hatte. Gegen vier Uhr kam ein 36-jähriger Italiener zu den beiden und löste, offenbar ohne eigenes Zutun, einen Gewaltexzess bei dem Polizisten aus. Ohne dass der Italiener die Frau angesprochen habe, sei es zum Streit gekommen, berichtet Harald Pickert, Chef des Morddezernats im Polizeipräsidium.
Zunächst übergossen sich die Männer gegenseitig mit Cocktails, dann versetzte der Polizist dem 36-Jährigen einen, so Pickert, "massiven Faustschlag" ins Gesicht. Das Opfer fiel zu Boden und blieb benommen liegen. Der Täter hörte aber nicht auf: "Nach Art eines Fußballers", so Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger, habe er dem Italiener mit dem Fuß ins Gesicht getreten. Das Opfer erlitt einen mehrfachen Kieferbruch und verlor das Bewusstsein. Wohl über einen Personalausgang entkam der Polizist.
Dass er im "089" offenbar Stammgast war, wurde dem Beamten schließlich zum Verhängnis. Dank Zeugenaussagen von Gästen und Personal der Diskothek kamen die Ermittler ihrem Kollegen auf die Spur. Der Polizeiobermeister versah nach SZ-Informationen auf der Inspektion 23 in Giesing als Streifenbeamter Dienst.
Bei Zeugenvernehmungen in der vergangenen Woche wurde der Mann, der von kräftiger Statur sein soll, als mutmaßlicher Schläger aus dem "089" identifiziert, am vergangenen Freitag wurde er gegen 22 Uhr während seines Dienstes auf der Straße festgenommen. Tags darauf erließ ein Richter Haftbefehl gegen den Mann, der seit etwa zehn Jahren bei der Polizei arbeitet. Sofort wurde er vom Dienst suspendiert. Bislang schweigt der mutmaßliche Schläger auf Anraten seines Rechtsanwalts zu den Vorwürfen.
Barbara Stockinger spricht von einem "brutalen Vorgehen", der Angreifer habe mit schlimmsten Verletzungen seines Opfers rechnen müssen, "er hat den Tod billigend in Kauf genommen". Die Ermittlungen dauern an, unter anderem geht es um die Frage, wie viel Alkohol Opfer und Täter getrunken hatten und welche Schuhe der Mann in jener Nacht Anfang Dezember trug. Dem verletzten Italiener, der als Kellner arbeitet, geht es wieder besser. Die Verletzungen waren nicht lebensgefährlich. Er wurde nach der Attacke operiert und konnte das Krankenhaus inzwischen verlassen.
Der verdächtige Polizist, der ledig ist, war laut Pickert bereits 2003 ins Visier seiner Kollegen geraten - wegen einer Körperverletzung. Opfer war damals seine Freundin. Zwar wurde die Tat disziplinarisch mit einem Verweis geahndet, das Strafverfahren aber wurde eingestellt, da es zu einem Täter-Opfer-Ausgleich gekommen war.
(SZ vom 21.12.2009)
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Die neueste Antwort
Täter schlägt Freundin und bekommt einen Verweis da sich Opfer und Täter geeinigt haben. Das es sich hierbei aber um einen offensichtlich gewaltbereiten Schläger handelt wurde wohl nicht bedacht. Zudem weiß man eigentlich seit der 5. Klasse dass ein Verweis gar nicht bringt (da keine Konsequenzen). Ohne Strafe und Druck ändert sich meistens gar nichts.
Also diesmal mindestens einen verschärften.
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@Sørlendinger: Das ist der...
...grüne Prügelmobb der jedes Wochenende irgendwo in der brd eine Demo unterbindet...
^^
Super so ein undiffernzierter Dünpfiff... Demos in DE verlaufen sehr friedlich es se den der Linke Mob feiert mal wieder Autos anzünden und das Eigentum anderer zu vernichten.Und da wird nicht wahllos eingeprügtelt sondern sich meist verteidigt.
Schwarze Schafe gibts immer. Und da haben wir eben eins. Natürlich hat er den Kollegen einen Bärendienst erwiesen.
Zwar hat die Staatsanwaltschaft noch keine Anklage erhoben, aber wenn diese Geschichte mit einem Körperverletzungs- oder Totschlagdelikt endet (wovon auszugehen ist), dann sollte man sich wirklich fragen, was in den Räumen unserer Judikative manchmal schief läuft.
Ich fordere hier nicht drakonische Strafen oder sonstige "Härte des Gesetzes", aber ähnliche Strafen bei ähnlichen Delikten sollte in meinen Augen selbstverständlich sein. Jetzt hat man bei den Jungs am Arabellapark meinetwegen ein Exempel statuiert und die ganz große Gesetzeskeule ausgepackt, aber dann muss man das auch in diesem Fall tun.
Andererseits ist es äußerst wahrscheinlich, dass der gute Herr seinen Job unter Garantie verlieren wird.
...grüne Prügelmobb der jedes Wochenende irgendwo in der brd eine Demo unterbindet...
Paging