Streik in München Verdi legt Nahverkehr lahm
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Am Dienstag stehen in München sämtliche Tram- und U-Bahnen still - lediglich einige Busse werden im Einsatz sein.
Es empfiehlt sich, schon einmal das Fahrrad startklar zu machen - oder alle Termine abzusagen: Am Dienstag streiken die Mitarbeiter der MVG. Zwischen Betriebsbeginn und 15.30 Uhr werden weder U-Bahnen noch Trambahnen fahren. Die Verkehrsbetriebe organisieren zwar ein Bus-Notnetz, allzu große Erwartungen an dieses Flickwerk sollte aber niemand hegen.
U-Bahnen und Trambahnen bleiben am Dienstag auf den Abstellgleisen, von den Bussen kann nur knapp die Hälfte ausrücken: Die Mitarbeiter der MVG streiken, den Fahrgästen bleibt nur ein Notnetz.
(Foto: Foto: Haas)Zwölf Stunden soll der Warnstreik dauern, zu dem die Gewerkschaft die gut 2800 Mitarbeiter der MVG aufgerufen hat: Bus-, Tram- und U-Bahnfahrer ebenso wie die Mitarbeiter der Leitstelle, Fahrkartenkontrolleure und das Werkstättenpersonal.
Dies reicht, daran zweifelt nicht einmal die MVG, in jedem Fall locker aus, um U-Bahn und Tram bis zum Nachmittag komplett lahmzulegen. Lediglich mit Bussen kann ein Notnetz zusammengebastelt werden - knapp die Hälfte des Linienverkehrs wird von privaten Unternehmern beigesteuert, deren Beschäftigte mit dem aktuellen Arbeitskampf nichts zu tun haben.
Die 200 privaten Busse werden sich daher am Dienstag als einzige durch den mutmaßlich äußerst zähen Stadtverkehr quälen. MVG-Chef Herbert König betont allerdings, dass dies lediglich ein "Tropfen auf den heißen Stein" sei - etwa zehn Prozent der sonstigen Fahrgastkapazität. Trambahnen und vor allem die U-Bahn seien durch Busse nicht zu ersetzen. "Wir versuchen einfach, das Bestmögliche für die Kunden zu machen."
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Aber auch nach Streikende sollte sich niemand auf strikte Fahrplantreue verlassen. Es dauert seine Zeit, das gut 600 Kilometer umfassende MVG-Netz wieder in Betrieb zu nehmen. König rechnet damit, dass auch im abendlichen Berufsverkehr noch Streikfolgen zu spüren sind. Unklar ist bisher, was die Kollegen von der Deutschen Bahn, die sich ebenfalls in einem Tarifstreit befinden, am Dienstag vorhaben.
Transnet-Vorstandsmitglied Martin Burkert wollte am Freitag nicht ausschließen, dass auch im Regional- oder gar S-Bahn-Verkehr gestreikt wird, falls die Verhandlungen weiterhin unbefriedigend verlaufen. Bisher sei jedoch nichts geplant, und man werde sich sehr sorgfältig überlegen, ob ein derart krasser Schritt zu verantworten ist.