Die meisten Reisenden haben den Hauptbahnhof in München am Morgen gemieden. Wer doch kommt, irrt zwischen Anzeigetafeln, stehenden Zügen und adretten Damen mit Croissants hin und her.
Auf den ersten Blick könnte dieser Bahnhof ganz nach dem Geschmack von Bahnchef Hartmut Mehdorn sein. Es gibt Platz und Ruhe. Freundliche Damen mit adretten Hütchen kümmern sich um jeden Reisenden, verteilen Auskünfte, Kaffee und Croissants. Kraftstrotzend steht die Zugflotte da. Und dies ist das Problem: sie steht ... und steht.
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Erster Warnstreik der Lokomotivführer am Münchner Hauptbahnhof: Der Großteil der Züge fällt aus und die meisten Reisenden kommen nicht. Wo sonst die Pendler aus Augsburg, Ingolstadt und den Vororten entlangströmen, breitet sich Leere aus.
Die wenigen Reisenden, die dennoch mit der Bahn fahren wollen, baden den Ausstand der Lokführer voll aus. Ihre Züge sollen erst eher fahren, dann später kommen, anschließend von einem neuen Gleis aus starten und fallen in letzter Minute ganz aus.
Die freundlichen Damen der Bahn verweisen auf die Anzeigetafeln, die Tafeln auf das Gleis. Am Gleis aber, an dem gleich der ICE nach Hamburg fahren soll, steht eine Regionalbahn. Auf Nachfrage verweisen die Bahn-Mitarbeiterinnen erneut auf die Anzeigetafeln.
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Bundespräsident Gauck in Jerusalem
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Ich finde es schon in Ordnung, daß die Zugführer und das Personal höhere Löhne einfordern mit dem Hintergrund dass die Báhn sowieso an die Börse will.
Sollte die Bahn an der Börse sein, wird sie sehr schnell von den Heuschrecken angegriffen und dann werden die Personalkarten neu gemischt - siehe Telekom.
Es kann nicht sein, daß die Deutsche Bahn und Hr. Mehdorn immer reicher und reicher werden und der Mitarbeiter auf der Strecke bleibt.
Zur Verjüngung des Personals, was ja auch weniger Personalkosten bedeutet, sollte auch der Vorstand verjüngt werden.
Auf der anderen Seiten, sieht man auch, daß es sehr wohl auch ohne Bahn gut funktioniert.
schade, dass Du meinen Artikel nicht ganz gelesen hast oder ihn zumindest nicht verstanden hast. Selbstverständlich freue ich mich auch über eine Lohnerhöhung, aber in unserer Frima geht das auch ohne Streik. Wir haben einen starken Betriebsrat - wobei keiner davon in einer Gewerkschaft ist - der regelmäßig eine Gehaltserhöhung für alle Mitarbeiter durchsetz. Bei uns geht es halt zivilisiert zu, wir sind in der Lage mit Worten statt mit sinnlosen Taten - die unbeteiligte Mitbürger noch schädigen - zu kämpfen.
Volkswirtschaftlich betrachtet, bin ich schon sehr entsetzt, dass wir eine Teuerungsrate von 31% ( Forderung Lokführergewerkschaft) und plötzlich nur noch 7% ( Forderung Bahngewerkschaft) haben. Oder hast Du und Deine hochgelopten Gewerkschaften da etwas verwechselt? Ich glaube Du hast gar keine Ahnung was bzw. wie hoch eine Teuerungsrate ist geschweige denn, wie sie errechnet wird. Ich kann Dich beruhigen im Mai 2007 lag diese bei 1,9%! Das aktuelle Angebot der Bahn ist übrigens 2 %. Ist natürlich diskusionsbedürftig.
'Die Gewerkschaften' bestehen aus den den Beschäftigten einer Branche bzw. eines Berufszweiges. Und verfolgen damit natürlich die Ziele ihrer Mitglieder. Wärest Du ebenfalls organisiert, könntest Du da auch mal mitreden und Dir eine eigene Meinung bilden, es handelt sich übrigens durchaus um demokratische Strukturen und nicht um das gleiche Machtgebilde, wie Du es von Deiner Chefetage her kennst. Aber vermutlich zählst Du Dich eher zu den Kofferträgern und übernimmst unreflektiert die Meinung Deines Chefs. In Deinen Augen ist eine berechtigte Lohnforderung (Teuerungsrate) vermutlich nur dann nicht unangemessen, wenn sie unter 0% liegt.
Klar hat der Siemens-Betriebsrat sich bereichert, aber die Schuld dafür den Gewerkschaften in die Schuhe zu schieben von deren 99,99% Mitglieder keine Ahnung von solchen Machenschaften haben und sie im übrigen verurteilen, ist ja wohl reine Polemik!
In den Artikel ist zu lesen "Für die Lokführergewerkschaft, die eine Delegation in weißen Westen zum Bahnhof entsandt hatte, haben die Reisenden eher wenig Frust übrig". Dies verwundert mich schon sehr.
Gewerkschaften hatten zum Beginn des Industriezeitalters durch aus ihre Berechtigung. Heute haben sie diese völlig verloren. Die 35-Stunden Woche hat nicht zu mehr sondern zu weniger Arbeitsplätzen und somit zur Steigerung der Arbeitslosigkeit geführt, weil ein großer Teil der Fabrikarbeitsplätze ins billigere Ausland verlegt wurden. Profitiert haben nur die Gewerkschaftsbosse. Nachdem nun offensichtlich geworden ist wie sich die Gewerkschaftler in den Betriebsräten bei VW, Siemens, der Bahn usw. selbst bedient haben, rigen diese nun um ihre Glaubwürdigkeit und versuchen nun mit völlig unrealistischen Forderungen nach 31% mehr Lohn die Gewerkschaftsmitglieder bei der Stange zu halten und für Streiks zu mobilisieren.
Leidtragende der Gewerkschaftsbosse sind jetzt die Reisenden, weil sie ihre Anschlüsse nicht erreichen und der Flieger weg ist oder einfach nur Probleme haben ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Später werden auch die kleinen einfachen Beschäftigen der Bahn "die Früchte ihrer Streiks ernten". Jede unangemessene Lohnerhöhung, die durch die Gewerkschaften erkämpft wurde zieht einen Arbeitsplatzabbau nach sich. Eben so werden sich viele Kunden der Bahn überlegen, ob sie nicht künftig wieder aufs Auto oder Flugzeug umsteigen. Weniger Nachfrage nach Zügen bedeutet natürlich auch weniger Angestellte bei der Bahn. Ich wünsche jedem Lokführer, der jetzt streikt schon mal viel Spaß bei der Warteschlange im Arbeitsamt.
Gibt es doch.
Auf der bahn.de Seite gibt es den Link "Aktuelle Ankunft/Abfahrt". Da kann man die aktuellen Verspätungen für den jeweiligen Bahnhof sehen.
Sollte allerdings etwas prominenter platziert sein, das stimmt.
Paging