Zum ersten Mal seit Jahrzehnten werden an den 44 Hauptschulen der Stadt alle freien Plätze besetzt. In Bayern haben nun alle Bewerber einen Job.
An den Münchner Hauptschulen fehlen im neuen Schuljahr erstmals seit langem keine Lehrer mehr. Nach Jahrzehnten des Mangels hat das Schulamt alle angeforderten Lehrkräfte bewilligt. Noch im Vorjahr konnten an den 44 Hauptschulen 50 Pädagogen-Stellen nicht besetzt werden, weshalb viel Unterricht ausfiel und Klassen zusammengelegt wurden.
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50 neue Lehrer gibt es zu Schulbeginn an Münchens Hauptschulen. (© Foto: Andreas Heddergott)
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Vor den Sommerferien sah die Vorsitzende des Münchner Lehrerverbandes, Waltraud Lucic, noch schwarz für das neue Schuljahr. Zuletzt hatte sie bei Gesprächen demonstrativ einen Zeitungsbericht aus den siebziger Jahren vorgezeigt, in dem bereits der Personalmangel an den Hauptschulen beklagt wurde.
Und auch im September 2006 musste der damalige Schulamtschef Günter Gramsamer ein Loch im Stellenplan einräumen, weil das Kultusministerium für Münchner Hauptschulen nicht genügend Kräfte bewilligt hatte.
50 Lehrer - das entspricht 1300 Unterrichtsstunden - fehlten dem Schulamt. Das war besonders misslich, weil die Stadt München die in die Krise geratenen dritte Schulform eigentlich aufwerten wollte. In der Not wurden überzählige Grundschullehrer für die Hauptschulen verpflichtet. "Das ist nicht zufrieden-stellend", monierte Gramsamer, "aber wir können nur das Personal einsetzen, das wir haben."
Doch selbst der Einsatz von Aushilfslehrern klappte oft nicht. Die angeforderten Ersatzlehrer aus allen Teilen Bayerns verweigerten den Dienst am Schul-standort München. Sie fürchteten die schwierige Großstadtklientel unter den Schülern und scheuten auch wegen der hohen Lebenshaltungskosten einen Umzug nach München. In vielen Schulen herrschte dann Ausnahme-zustand: Wenn ein Lehrer erkrankte, mussten andere zwei Klassen zugleich führen, um den Unterricht irgendwie hinzubekommen. Förderstunden wurden gestrichen.
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Kapitalabzug aus Südeuropa
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Bayern hatte ja kein schlechtes Ergebnis bei PISA I und PISA II. Weltweit auf Platz 5 unter allen getesteten Ländern ist nicht schlecht. Es geht vorallem darum mehr Geld reinzustecken, mehr Lehrer eben. Oder auch Sanierung von Schulen. Es gibt Schulen an denen fällt der Sport im Winter chronisch aus weil die Heizung der Turnhalle z.B. Kaputt ist und wenn es draußen friert dann ist ein Sportunerricht nicht möglich so warm wird es einem auch durch Bewegung nicht. Und Sportunterricht in Skiklamotten ist dann doch etwas daneben. Es Mangelt also eigentlich garnicht am "System" sondern das System kriegt nach wie vor zu wenig Geld! Die beklagte Benachteiligung von Kindern aus armen Familien kann man ja auch nur durch mehr Lehrer ausgleichen - die Förderstunden geben. Also wieder Geld.
Aber die Entwicklung klingt schonmal positiv, man muß in der Tat nicht immer das Haar in der Suppe suchen sondern sollte das positiv Begleiten solang die Entwicklung weiterhin in diese Richtung verläuft.
Tja, Frau Zacharias, es wird wohl immer was zu meckern geben. Freuen Sie sich doch einfach mit über diesen offenkundigen Fortschritt und melden Sie in der allgemeinen Euphorie schon mal Ihre Wünsche für das nächste Jahr an. Da sollte doch was drin sein, sehr zur Freude der Eltern und Kinder.
Irgendwann bekommen wir vielleicht sogar Klassen mit 25 Schülern hin.