Steel Bar in der Maxvorstadt Schön schummrig

An der Grenze zwischen der Maxvorstadt und Schwabing hat sich eine ziemlich reichhaltige Ausgeh-Szene entwickelt. Nun ist die Steel Bar dazugekommen. Eine Kneipe, in der junge Münchner mit günstigen Drinks und bester Laune feiern.

Von Beate Wild

Der Name ist etwas verwirrend: Steel Bar. Während manche "Stil"-Bar verstehen, fragt ein Kollege, ob das neue Lokal in der Maxvorstadt denn eine Gay-Bar sei. In Berlin gebe es auch so eine Location mit dem Namen Stahlrohr. Aber nein: Die Steel Bar hat zwar ihren Namen von "steel" wie Stahl, was aber lediglich eine Anspielung auf ihren rauen Look sein soll. An rostig braun gestrichenen Wänden hängen Metall-Elemente, die Bar ist aus Stein und Holz. Der Gesamteindruck: schön schummrig.

Seit vier Wochen hat die Steel Bar geöffnet. Das Publikum in der neuen Kneipe in der Nordendstraße ist zwischen 20 und Mitte 30, darunter viele Studenten. Nachdem das Vorgängerlokal Fouquets schließen musste, haben vier bekannte Münchner Gastronomen das Lokal übernommen: Ali Escobar, Michael Faltenbacher, Bastian Schleich und Stefan Sumper.

An den Wochenenden ist die Steel-Bar gut besucht. Viele Gäste kommen in Cliquen, die Frauen scheinen in der Überzahl zu sein. An warmen Tagen kann man draußen auf dem Gehweg sitzen. Ein Grund, in der Steel Bar vorbeizuschauen, sind auch die relativ moderaten Preise: Eine Halbe Helles kostet 2,90 Euro, ein gut eingeschenkter Gin Tonic oder ein Cuba Libre sieben Euro. Das kulinarische Angebot ist eher begrenzt, zu essen gibt es nur am Wochenende - Burger oder Caesar Salad stehen auf der Karte.

Gleich um die Ecke der Steel Bar gibt es viele andere Lokale wie das Freebird, das Le Florida, wo man vorzüglich essen kann, die schicke Vega-Bar oder das sinnenfrohe Pomp. An der Grenze zwischen der Maxvorstadt und Schwabing hat sich inzwischen eine ziemlich reichhaltige Ausgeh-Szene entwickelt. Großer Andrang dürfte in der Steel Bar sicher auch an den nächsten beiden Samstagen herrschen, denn zu wichtigen Fußballspielen, wie etwa dem DFB-Pokalfinale und der Champions League, wird für die Fans die Leinwand herausgeholt.

Doch auch ohne Sportfreunde wird in der Steel Bar die Stimmung zu späterer Stunde richtig ausgelassen, zum Tanzen ist es fast zu eng. Liegt das an der eingängigen Partymusik, dem gut gelaunten Publikum, an den starken Drinks? Egal. Die Nacht kann ruhig lange werden, als Student muss man ja sowieso nicht früh raus.

Adresse: Nordendstraße 10 Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 18 bis 1 Uhr, Freitag und Samstag 18 bis 3 Uhr.